Sektion Saar

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Dienstag, 04.02.2020 - 19:30

Taiwan zwischen niedlicher Lage und Niederlage

Besiedelt von polynesischen Ureinwohnern, kolonisiert von Chinesen und Europäern vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, 1895 abgetreten von der chinesischen Qing-Dynastie an Japan, zurückgegeben an China 1945, befindet sich das ehemalige Formosa, dann Republik China und heutige Taiwan in einer prekären Lage zwischen dem Vereinnahmungsanspruch der Volksrepublik China und dem eigenen Selbstbehauptungswillen. Nach der Niederlage Tschiang Kay-Cheks im Chinesischen Bürgerkrieg und dessen Rückzug nach Formosa herrschte dort Kriegsrecht von 1949-1987. Taiwan war im Laufe seiner Geschichte immer fremdbestimmt und gehörte nie zu China, Taiwan ist heute die erste Demokratie im ganzen chinesischen Kulturkreis, sieht sich aber durch den übermächtigen Festland-Nachbarn Volksrepublik China bedroht. Der Vortragende möchte den Zuhörern eine Einsicht in den Prozess der Entstehung und Entwicklung eines taiwanischen Bewusstseins, bisweilen gar einer taiwanischen Identität anbieten, auf deren Grundlage die Taiwaner ihre Eigenständigkeit gegenüber dem übermächtigen Nachbarn behaupten wollen.
Vortrag und Diskussion
Referent: Prof. Dr. Jhy-Wei Shieh , Repräsentant von Taiwan in Deutschland
Ort: Offizierheim Saarlouis neben der Graf-Werder-Kaserne - Wallerfangerstraße 33 , 66740 Saarlouis
Organisator: Oberst a.D. Klaus Zeisig kzeisig@web.de
06873 / 66 83 59

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