Schul-Kooperationen

Die „Kooperation mit Schulen“ eruiert und zeigt Möglichkeiten für die bildungspolitische Zusammenarbeit mit Schulen auf.

 

Dr. Manuela Scheuermann
Vizepräsidentin - Beauftragte für die Kooperation mit Schulen im Bundesvorstand
scheuermann@gsp-sipo.de

 

Harald Engelhardt
Bundesbeauftragter der GSP für die Kooperation mit Schulen
hengelhardt@ymail.com

Hier werden Sie künftig Beispiele für „Kooperation mit Schulen“ finden.

26.10.2020 GSP Sektion Hannover - Albert-Einstein-Schule Hannover Laatzen

Interessierte Zuhörer*Innen beim Vortrag von Dr. Kinan Jäger
Oranisatoren und Referent: von Links: N.N., H. Engelhardt, GSP-Sektionsleiter Hannover, Dr. Kinan Jäger, M.M.

GSP - Initiative Kooperationen mit Schulen - mit neuem Format

Im Rahmen der Initiative Kooperation mit Schulen eröffnet die GSP ein neues Format. Nachdem in der Vergangenheit der Fokus auf Wissensvermittlung bei den Schülern lag, saßen nun Lehrerinnen und Lehrer der KGS Albert-Einstein-Schule Hannover - Laatzen im Forum und folgten den Ausführungen des Experten zur aktuellen Lage in Syrien. Die Veranstaltung am 26. Oktober 2020 wurde als Präsenzveranstaltung unter Umsetzung der Hygienekonzeptes der Schule durchgeführt. 

33 Lehrer*innen waren dem Angebot der GSP gefolgt und zeigten sich interessiert, sich in ihrer Fortbildung mit dem „Hotspot“ im Nahen Osten zu beschäftigen.               

Für den Vortrag und die anschließende Diskussion konnte die Sektion Hannover erneut Herrn Dr. Kinan Jäger gewinnen. Dr. Jäger, ein ausgewiesener Kenner der Lage, hat in seinem Vortrag den Fokus auf die derzeitige Lebenssituation in dem durch Bürgerkrieg zerstörten Land und auf die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der „Player“ in der Region hingewiesen. Besonders der zweite Aspekt war für viele Zuhörer von besonderem Interesse, wurden durch den Referenten bisher nicht bekannte Zusammenhänge aufgezeigt.

Auf Wunsch der Schulleitung schloss sich an den Vortrag eine Fragerunde zur interkulturellen Kompetenz an. 

Dr. Jäger, in Damaskus geboren und familiär mit beiden Kulturkreisen verbandelt, konnte, unterlegt mit eigenen Erfahrungen, hilfreiche Hinweise für das Verständnis und den Umgang mit Schülern aus moslimischen Kreisen geben.                                                              

Die „Zugabe“ wurde intensiv genutzt und zeigte, dass Verständnis um die Unterschiedlichkeit der Kulturen gepaart mit klaren Regeln für den Schulbetrieb eine gute Kombination sind, Schüler und Lehrer*innen an sicherheitspolitische Themen heran zu führen bzw. zu entwickeln.

 

20.12.2019 GSP Sektion Fulda - Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium)

Michael Trost, Leiter der GSP-Sektion Fulda, und Schulleiter Matthias Höhl - Foto: Domgymnasium

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages GSP Sektion Fulda - Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium)

Aktuelle Entwicklungen in der Gesellschaft besser verstehen.

Um aktuelle Entwicklungen in der Gesellschaft besser zu verstehen und komplexe Zusammenhänge aufzeigen zu können, habe eine Kooperation mit einem Partner wie der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“ für die Rabanus-Maurus-Schule großen Wert, betonte Bastian Michel, Leiter des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes am Domgymnasium. Insbesondere die Klassen der gymnasialen Oberstufe profitierten von der ausgewiesenen fachlichen Expertise, die die GSP durch einen hochqualifizierten Referentenpool vermitteln könne.

Über die Kooperationsveranstaltung berichteten die  “Osthessen News” am 7.2.2020 und die Fuldaer Zeitung am 13.02.2020

18.12.2019 GSP Sektion Hannover - Albert-Einstein-Schule Hannover Laatzen

"Bildung kann euch niemand nehmen"

Auch in 2019 hatte die Sektion Hannover der GSP gemeinsam mit der Albert-Einstein-Schule Hannover/Laatzen Dr. Kinan Jaeger als Referent zum Thema "Naher Osten" eingeladen. 160 Schüler der 9. und 10. Klassenstufe Haupt- und Realschule sowie etliche Lehrer hatten sich in der Mensa der KGS versammelt, um dem "Schulfremden" zuzuhören.

Dr. Jaeger, selbst gebürtig in Damaskus in Syrien, nahm die Anwesenden mit auf einen Lagebricht zur Situation in Syrien und den angrenzenden Staaten.
Mit eigenen Bildern und TV-Videoausschnitten angereichert gelang es dem Referenten, nicht nur Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern auch Betroffenheit zu erzeugen. Seine Art, die Schüler einzubeziehen, wenn es darum ging Fakten, Zusammenhänge und Folgerungen zu ziehen, hat zum wiederholten Male die komplizierte Lage auf eine nachvollziehbare Verständnisebene projiziert. 

Hierbei hat er die Bedeutung von Bildung besonders bei der Gestaltung der Zukunft herausgestellt. Die Schüler dankten es ihm durch eifriges Aufzeigen und teils bemerkenswert fundiertem Wissen.

In diesem Jahr wurde erstmals eine Fragerunde durch zwei Schüler eingebaut, die sich im vorhinein mit Fragen vorbereitet hatten.Dieses Format wurde von den Schülern mit besonderem Applaus bedacht.

Schüler und Verantwortliche der KGS waren sich einig darin, dass die zwei Schulstunden ein Gewinn für alle waren und dieses im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

Text: H. Engelhardt/Bild: A. Albus

27.08.2019 GSP Sektion Fulda - Rabanus-Maurus-Schule

Helmut Fischer engagiert vortragend
Einen eindringlichen Vortrag hielt Helmut Fischer vor den Oberstufenschülern. (Foto: Domgymnasium Fulda)

Fake News – Demokratische Stabilität und staatliche Sicherheit in Gefahr?

Vortrag und Diskussion

Referent: Helmut Fischer , Freiberuflicher Medienberater und Kommunikationstrainer
Ort: Hotel "Jägerhaus", Wintergarten - Bronnzeller Straße 8 , 36043 Fulda-Bronnzell

von Sektionsleiter Michael Trost -  Bilder von Gisbert Hluchnik

 Fake News – Demokratische Stabilität und staatliche Sicherheit in Gefahr?

Zu diesem Thema hatte die GSP Sektion Fulda zu einem trotz „Biergartenwetter“ gut besuchten Vortragsabend in den Wintergarten des Hotel „Jägerhaus“ in Fulda-Bronnzell eingeladen.

Nach einem kurzen Ausblick auf kommende Veranstaltungen der GSP wie die mit 48 Teilnehmern ausgebuchte Jahresfahrt ins Elsass und eine Kooperation mit dem Bonifatiushaus am 21. November zum Thema „Arabische Clans – die unterschätzte Gefahr“, begrüßte Sektionsleiter Michael Trost den Referenten, Oberst i.G. a.D. Helmut Fischer, der sich als freiberuflicher Medienberater und Kommunikationstrainer, u.a. auch bei verschiedenen GSP-Sektionen, als Experte für dieses wichtige Thema einen Namen gemacht hat.

Seit es Menschen gibt, haben Sie zur Durchsetzung Ihrer Interessen getrickst, manipuliert und gelogen, dass sich die Balken biegen. Das wird uns schon von dem griechischen Philosophen Platon überliefert und findet seine Fortsetzung bis in die Gegenwart, wie wir etwa an der Relotius-Affäre des „Spiegels“ im Jahre 2018 erleben konnten. „Eine Lüge ist halb um die Welt, bevor die Wahrheit die Chance hat, die Hose anzuziehen“, wusste schon der legendäre britische Premierminister Winston Churchill.    

„Postfaktisches Zeitalter“ und digitale Revolution - Was sind die Ursachen?

Trotz aller historische Vorläufer sprechen wir allerdings erst mit Blick auf die Gegenwart vom „postfaktischen Zeitalter“. Was die Ursachen für diese besorgniserregende Entwicklung sind, zeigte Helmut Fischer  auf. Eindringlich konnte er exemplarisch erläutern, dass durch die technischen Möglichkeiten der digitalen Revolution, vor allem über das Internet und soziale Netzwerke, Fake News auf Gesellschaften treffen, die aufgrund eines weit verbreiteten Misstrauens gegenüber Politik und Medien besonders empfänglich für alternative Fakten sind. Dies machten sich politischen Kräfte und Regierungen zu Nutze. Vor allem Populisten und autoritäre Regime würden, laut Fischer, den postfaktischen Raum besetzen. Da sich Fake News in den anonymen „Filterblasen“ und „Echokammern“ der Netzgesellschaft verstärkten, hätten sie das Potential Gesellschaften zu spalten und zu destabilisieren. Sie seien somit eine erhebliche Gefahr für die demokatisch verfassten Staaten des Westens, die von globalen Problemen herausgefordert würden.

Fake News nur als „Kita der künstlichen Intelligenz“ - Wie kann man sich gegen Fake News wappnen?

Da Fischer Fake News nur als „Kita der künstlichen Intelligenz“ der Zukunft sieht, sei es dringend notwendig, sich gegen diese stetig wachsende Gefahr zu wappnen. Dies gehe nur mit einer Veränderung unserer politischen Streitkultur und dem Abbau von moralischer Selbstüberhöhung. Denn die Ablehnung Andersdenkender, die Einschränkung der Meinungsfreiheit und staatlich verordnete Zensur seien der ideale Nährboden für Desinformation und Verschwörungstheorien.

Mindestens ebenso wichtig sei allerdings Bildung. Nur ein umfassend gebildeter Mensch verfüge über das notwendige Wissen und Differenzierungsvermögen, um  Fake News zu entlarven. „Sapere Aude. Wir brauchen eine zweite Periode der digitalen Aufklärung“! konstatierte Fischer. Die Nuzung des eigenen Verstandes sowei das Analysieren und Bewerten von Fakten müssten bereits in der Schule erlernt werden.

Mit diesen Standpunkten war er nicht nur am Vorabend der Schülerveranstaltung im Hotel „Jägerhaus“ sondern auch am nächsten Morgen in der Aula der Rabanus-Maurus-Schule, die sich als humanistsiches Gymnasium und Ort ganzheitlicher Bildung versteht, an der richtigen Adresse.

Für den Vortrag, an den sich eine lebhafte Frage- und Diskussionsphase anschloss, bedankte sich Sektionsleiter Trost mit herzlichen Worten beim Referenten und bei den vielen am Thema interessierten Zuhörern, von denen viele augenscheinlich zum ersten Mal bei der GSP zu Gast waren.

Bericht der Fuldaer Zeitung vom 3.9.2019 über die Veranstaltung im Domgymnasium.

 

17.01.2017 - Albert-Einstein-Schule Hannover Laatzen

Die UN-Generalversammlung tagt in Torfhaus/Harz

„Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit eröffne ich feierlich die Generalversammlung der Vereinten Nationen und freue mich, erstmals als UN-Generalsekretär in diesem Hohen Haus vor Sie treten zu dürfen.“

Mit diesen Worten eröffnete Zanjer am 10. Januar 2017 das Planspiel Pol&IS, in welchem 40 Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Schule Hannover/Laatzen im eingeschneiten Schullandheim der Region Hannover für drei Tage die Geschicke der Welt lenken sollten.

Die Schülerinnen und Schüler aus den Politik-und Erdkundekursen der gymnasialen Oberstufe nahmen hierfür die Rollen von Regierungschefs, Staats-/Umwelt-und Wirtschaftsministern aus 10 Weltregionen ein, versetzten sich in die Rolle der Weltbank, einflussreicher NGOs oder der Weltpresse und sahen sich gleich zu Beginn gravierenden weltpolitischen Problemen ausgesetzt. In Afrika galt es eine Hungersnot zu bekämpfen, gleichzeitig schürten Al-Shabab Milizen Innere Unruhen, der IS löste im NahenOsten eine Flüchtlingskrise aus, der Ukraine-Konflikt stellte Europäer wie Russland vor große Herausforderungen und Piraten bedrohten vor dem Horn von Afrika und in Südostasien den Welthandel. Immer wieder appellierte Afrika an die Weltgemeinschaft, den Kontinent nicht zu vergessen und wenn die Wirtschaftsminister den Sitzungssaal verließen, um im Wirtschaftsraum die von den jeweiligen Regionen so dringend benötigten Ressourcen zu erwerben, zeigte sich oft, dass zuvor mühsam ausgehandelte Wirtschaftsverträge manchmal weniger wert waren, als das Papier, auf das sie geschrieben wurden. Nationalistische Bestrebungen ließen den Appell,der die Weltbank vertretenden Schüler, zum Wohle aller auf eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz hinzuarbeiten, zu oft ungehörtverhallen und spiegelte so ungewöhnlich detailgetreu realpolitische Probleme wieder.

Zeitgleich tagten die Staatsminister im Sicherheitsrat und stationierten auf der Weltkarte Diplomaten und Truppenverbände, um gegen die vielfältigen internationalen Bedrohungen vorzugehen. Mit großem Erfolg bekämpften internationale Truppenverbände das Piraterieproblem am Horn von Afrika und die Gewalteskalation in Nordafrika infolge des Arabischen Frühlings. Andere Krisenherde, wie der sog. IS in Syrien, konnten auch aufgrund des zögerlichen Vorgehens der Staatsminister jedoch nicht befriedet werden. Auch hierin zeigte sich eine große Nähe zur Realität und in der Komplexität der gesamten Simulation.

Emotionsgeladene Telefonkonferenzen und erbost hilflose Reaktionen bei nationalen Alleingängen, die gegen die Interessen der Weltgemeinschaft verstießen, spiegelten das Dilemma der globalen Wirtschafts-und Sicherheitspolitik bemerkenswert detailgetreu wider. Hinzu kam, dass am Ende jedes simulierten Jahres unvorhersehbare Ereignisse, wie die Veröffentlichung der Panama-Papers, eskalierende Demonstrationen in Tibet oder Unwetterkatastrophen mühsam ausgearbeitete Regierungsprogramme über den Haufen warfen.

Am Ende der dreitägigen Simulation konstatierte der UN-Generalsekretär dann auch vor den Regionsvertretern ernüchtert: „Wir haben große Erfolge erzielt, aber auch schwere Versäumnisse verschuldet. Der Grund für das Scheitern, das muss ich hier ganz deutlich sagen, waren wir dabei selbst!“Insbesondere die Klimaerwärmung konntendie Regierungschefs nicht stoppen, zu hoch waren die Forderungen der Bevölkerung nach Konsumgütern, zu verlockend die starke Position im globalen Handel. Auch eine Hungerkatastrophe in Indien konnte die Staatengemeinschaft nicht mehr aufhalten, nachdem ein Staatsbankrott der USA in einem gemeinsamen Kraftakt erst in letzter Sekunde abgewendet wurde.

Das Planspiel wurde vorbereitet und geleitet durch die Jugendoffiziere Hannover Hauptmann Dr. Martin Neumann und Kapitänleutnant Daniel Schumann.Die SektionHannover der Gesellschaft für Sicherheitspolitik unterstütze das Seminar mit einem Vortrag von Frau Dr. Ingrid Laurien aus Göttingen.
Frau Dr. Laurien gab, gestützt auf ihre langjährige Erfahrung aus staatlich geförderten Missionen in Afrika, detaillierteEinblicke in einen Kontinent, der in seiner Vielfalt, seinem Potenzial, aber auch der Vielschichtigkeit der ungelösten politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme schwer zu erfassen ist.

Die Schülerinnen und Schüler haben es in der abschließenden Reflektion selbst formuliert, das Planspiel und der Informationsvortrag haben nicht nur sehr viel Spaßgemacht, sondern zentrale abiturrelevante Themen in einer Art und Weise vermittelt, wie es in der Schule so nicht möglich ist.

Und als beim Frühstück zwischen Nutella und Aufschnitt per Handschlag geheime Abkommen besiegelt wurden oder als am zweiten Tag nach fast 14 Stunden intensiven Verhandlungen, Sonderkonferenzen und flammenden Appellen in den Reden der Regionsvertreter vor der Generalversammlung auch noch der Wirtschaftsminister Arabiens um 21:30 Uhr die Auswertung des globalen Handels von der Weltbank erbat, um Strategien für den nächsten Tag auf den Zimmern entwickeln zu können, blieben am großen Erfolg der Simulation keine Zweifel mehr.

40 Mal Daumen hoch -Echt cool !!!

Die Sektion Hannoverkooperiert mit der Albert-Einstein-Schule (KGS) in Hannover/Laatzen bei der Durchführung sicherheitspolitischer Informationsveranstaltungen und Seminaren. Anders als Vortragsveranstaltungen werden die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Erarbeitung des jeweiligen Themenkomplexes mit einbezogen, welches die Komplexität der Sicherheitspolitik interessant verdeutlicht.

Autoren: Dr Joris Doelle, Lehrer KGS Alberst-Einstein-Schule Hannover/Laatzen; Harald H. Engelhardt, Sektionsleiter GSP e.V. Hannover.

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