Sektion Bonn

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Montag, 29.09.2025 - 18:00

Der Beitrag von Diehl Defence für die Gesamtstaatliche Verteidigung Europas

Referent: Dirk Krogmann , Senior Vice President - Head of Future Technologies
Ort: Besucherzentrum BMVg, Bonn - Fontainengraben 150 , 53123 Bonn

 

Nachbericht

Eingeladen hatte die Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. in Kooperation mit der Clausewitz Gesellschaft e.V-RK West, der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und der GSP. Dementsprechend vielfältig waren die Teilnehmer einschließlich einiger Generale a.D. 

Der Vortrag von Dirk Krogmann gab einen breiten und zugleich detaillierten Einblick in das Produktportfolio von Diehl im Bereich Luftverteidigung und die dahinterstehende Einschätzung der Bedrohungsentwicklung. Vorgestellt wurde ein breites Höhen – und Reichweitenspektrum von Systemen und Effektoren unterschiedlicher Art, existierend oder in der Entwicklung. Das Spektrum reicht von Fortentwicklungen des in der Ukraine im Einsatz befindlichen Systems IRIS-T, die Arbeiten an Layered Air Defense-expansion, neuen Lenkflugkörpern, der Drohne CICADA bis hin zu „elektrischen Kanonen“.

Diehl hat seine Produktionskapazitäten die letzten drei Jahre bereits massiv erhöht und wird das die nächsten Jahre weiterhin machen. Genannt wurden 1000 Lenkflugkörper SLS/a, Verdreifachung der Produktion in den nächsten drei Jahren. 

Es gibt auch von anderen Firmen sehr gute Einzelsysteme. Das Problem ist aktuell die noch unzureichende Vernetzung. Diehl hat Lösungen, um Fremdsysteme mit den eigenen zu verbinden. Herausforderung und Notwendigkeit für die Zukunft ist die Vernetzung von Bodensystemen mit fliegender Luftverteidigung, Schiffen und auch Elementen im Weltraum zu Multi Domain-Fähigkeiten.

Im Bereich der Bedrohungen sind Hyperschallwaffensysteme mit ihrer über große Reichweiten existierenden Manövrierbarkeit bei hoher Geschwindigkeit eine sehr große Herausforderung für Verteidigungssysteme. 

Zusammengefasst wurde vermittelt, dass Diehl in diesem Bereich sehr aktiv ist, aber ein ständiger Wettlauf mit den verschiedenen russischen Bedrohungen besteht. Dirk Krogmann sagte auf eine diesbezügliche Frage, dass er die russischen technischen Fähigkeiten in weiten Bereich als gleichwertig einschätzt.

Wichtig für die Zukunft sind: aus seiner Sicht:

a) Beschleunigung von allen Aktivitäten
b) Vertrauensvolle Kommunikation und Zusammenarbeit von Industrie und Öffentlichem Auftraggeber einschließlich Teilen aller Informationen
c) Deutliche Kostensenkung bei den Verteidigungsmitteln. Momentan muss man nehmen, was man hat, auch wenn es teilweise sehr teuer ist. Ein Erfolg eines Angriffs wäre noch deutlich teurer.

Aus dem Publikum kam eine Frage zum Schutz der teilweise singulären Produktionsstätten von Diehl. In der Antwort wurde deutlich, dass diesbezüglich die gesamtstaatliche Nationale Territoriale Verteidigung und der Heimatschutz beim Schutz von verteidigungswichtigen Produktionsstätten noch einige Hausaufgaben zu machen hat.


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