Sektion Rheine

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Mittwoch, 04.03.2026 - 09:45

Die Ostsee als geopolitischer Brennpunkt

Die Ostsee - ein Urlaubsparadies mit weißen Stränden und Strandkörben, Kreideklippen, abwechslungsreichen Inselwelten, alten Hansestädten und idyllischen Dörfern.
In den letzten Jahren musste sich unser Blick auf die Ostsee als konfliktfreie „Wohlfühlzone“ aber leider ändern. Nicht zuletzt durch die Diskussionen über die NORTH STREAM Gaspipelines und deren Sprengung im September 2022 ist die Bedeutung der Ostsee für Strom-, Gas- und Kommunikationsleitungen in unser Bewusstsein gedrungen. Eine Störung dieser Verbindungen hat sofortige unmittelbare Auswirkungen auf unsere Politik, unsere Wirtschaft, unsere Energie- und Datenversorgung und damit auch auf unser alltägliches Privatleben.
Durch die geopolitischen Veränderungen an den Küsten der Ostsee ist diese in unseren Fokus gerückt. Die West- und Nordküsten der Ostsee sind mit Schweden und Finnland nun auch NATO-Gebiet. Russland hat seine Präsenz in der Ostsee intensiviert. Massive militärische Verstärkungen erfolgten im Bereich um Sankt Petersburg. Zusätzliche Raketen und Flugzeuge, die auch westliche Hauptstädte bedrohen können, wurden in der russischen Oblast Kaliningrad stationiert. Intensiver ziviler und militärischer russischer Schiffsverkehr findet entlang der Pipelines und Kommunikationsverbindungen, aber auch vor den polnischen, deutschen und dänischen Küsten statt.
Johannes Peters, Abteilungsleiter Maritime Strategie und Sicherheit am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK), beschäftigt sich seit Jahren mit dem Forschungsschwerpunkt „Aktuelle maritime Konflikte und Konflikträume“ mit dem Geschehen in, auf und um die Ostsee. Nach seinem Studium in Rostock und Kiel arbeitete er u.a. als Referent für Sicherheitspolitik und Referent der Geschäftsführung beim Verband Deutscher Reeder (VDR).
Er spricht regelmäßig an deutschen und internationalen Universitäten vor zivilem und militärischem Fachpublikum zu aktuellen maritimen Veränderungen und Herausforderungen und publiziert in maritimen Fachzeitschriften.
Vortrag und Diskussion
Porträt eines lächelnden Mannes mit Bart, dunklem Blazer, weißem Hemd und einem Anstecker am Revers.
Referent: Johannes Peters, M.A. , Abteilungsleiter Maritime Strategie und Sicherheit, Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (ISPK)

Zum Referenten: Johannes Peters, Jahrgang 1980, wuchs in Lübeck auf. Nach dem Abitur am Johanneum zu Lübeck leistete er zunächst Zivildienst in einer Werkstatteinrichtung für Menschen mit Behinderung. Von 2006 bis 2010 absolvierte er ein Bachelorstudium der Politikwissenschaften und Neueren Geschichte Europas an der Universität Rostock. Anschließend folgte ein Studium der Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Modernes Regieren“ und der Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das er 2013 mit dem akademischen Grad „Master of Arts“ abschloss. Von 2014 bis 2015 arbeitete Johannes Peters als Referent für Sicherheitspolitik und Referent der Geschäftsführung beim Verband Deutscher Reeder in Hamburg. In 2017 wechselte er an das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel gGmbH (ISPK), wo er zunächst vier Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Maritime Strategie und Sicherheit“ tätig war. Seit 2021 ist Johannes Peters Abteilungsleiter der Abteilung Maritime Strategie und Sicherheit am ISPK.

Johannes Peters‘ Forschungsschwerpunkt ist die Maritime Sicherheit, wobei sein besonderes Erkenntnisinteresse auf U-Booten und Piraterie liegt. Er ist Verfasser bzw. Mitverfasser mehrerer sicherheitspolitischer Publikationen, Gestalter von Seminaren und Vorträgen.

Johannes Peters ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Eckernförde.

Ort: Technische Schulen des Kreises Steinfurt - Liedekerker Strasse 84 , 48565 Steinfurt
Organisator: Herr Josef Verschüer , Sektionsleiter rheine@gsp-sipo.de
Emsstraße 35, 48431 Rheine 


Sehr geehrte Damen und Herren,

hier finden Sie den Nachbericht zur Veranstaltung (Westfälische Nachrichten) vom 14.03.2026.

Mit besten Grüßen

Jupp Verschüer
Sektionsleiter