Sektion Fulda
Sicherheitspolitische Mehrtagesfahrt
7. - 9. September 2025
Schimmelstr. 12, 36043 Fulda +49 (0)171 - 4843839
Eindrucksvolle Momente mit der „Carnivall Festivale“ und der JU 52
Von der Besichtigung der riesigen Montagehalle der Papenburger Meyer Werft, in der das neue Kreuzfahrtschiff „Carnival Festivale“ liegt, über den Besuch des Fliegerhorsts Wittmund, wo das Taktische Geschwader 71 „Richthofen“ der Luftwaffe stationiert ist bis hin zum Rundgang durch das Panzermuseum in Munster reichte das umfangreiche Programm von Gästen und Mitgliedern der Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) auf der diesjährigen Jahresfahrt. Interessant und erkenntnisreich war für die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die mehrtägige Reise, die unter andere auch ins niedersächsische Wunstorf führte.
Michael Trost, Beauftragter für Informationsfahrten, lud zu einem themen- und abwechslungsreichen Programm ein; dieses erweckte das volle Interesse der Reisegruppe. Die Tour führte zunächst nach Papenburg zur Besichtigung der Meyer Werft, wo die modernsten Kreuzfahrtschiffe der Welt gefertigt werden. Bereits bei der Ankunft sah man sich der riesigen „Disney Destiny“ gegenüber, welche vor Kurzem erst das Baudock zur Endmontage verlassen hatte. Einige Reiseteilnehmer, die bereits eine Kreuzfahrt unternommen hatten, begannen sofort begeistert davon zu berichten, die Faszination der Dimensionen und des technisch Möglichen waren sofort spürbar.
Der geführte Rundgang durch die Erlebniswelt des Besucherzentrums wurde von einem sehr kompetenten und engagierten Nautik Studenten begleitet. Ein Highlight war die Besichtigung der riesigen Montagehalle, in der zur Zeit das Kreuzfahrtschiff „Carnival Festivale“ entsteht. Auch die Ausstellung der Kabinentypen und Modelle fast aller von der Werft bereits gebauten Schiffe fand großes Interesse.
Schließlich stand der Fliegerhorst Wittmund und der Besuch des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ auf dem Programm. Nach der Begrüßungdurch den Presseoffizier und Abwicklung aller Sicherheitsformalien erfolgte eine Einweisung in Gliederung und Aufgaben des Einsatzgeschwaders, welches mit dem „Eurofighter“ ausgerüstet den sogenannten QRA (Quick Reaction Alert) sicherstellt.
Zur Zeit sind die meisten Jets noch in Rostock Laage stationiert und bilden die Alarmrotte für Einsätze im Bedarfsfall. Die Bereitschaft dient sowohl als Beitrag zur integrierten NATO – Luftverteidigung als auch zur Sicherheit im deutschen Luftraum.
Unsere Reisegruppe erhielt einen ausführlichen Einblick in die Baumaßnahmen, Planungen und Einrichtungen des künftig modernsten militärischen Flugplatzes in Deutschland. Höhepunkte der Besichtigung waren die Rundfahrt über das gesamte Areal, der Zutritt zu den Flugzeug-Sheltern und Hangars, sowie die Besichtigung eines „Eurofighters“.
Die Bundeswehr betreibt am Standort Wittmund eine Ausbildungswerkstatt (ABW) für Geräte- und Systemelektroniker. Die vierjährige Ausbildungszeit ist durch hochmoderne Arbeitsplätze und Standards sehr attraktiv, ein Teil der Auszubildenden verbleibt nach erfolgreichem Abschluss bei der Truppe. Wir erhielten tiefen Einblick in die Bewerbungsabläufe, Arbeitsplätze, Materialien und die Unterrichts-organisation. Slogan: „Die Bundeswehr, ein sehr attraktiver Arbeitgeber“!
Die Gruppe besuchte auch die Ausstellung mit militärhistorischen Objekten zum Thema „Lufttransport“ am Fliegerhorst Wunstorf. Nach einem interessanten Einführungsvortrag gab es Gelegenheit, die berühmte Ju-52 (Tante-Ju), spektakuläre Exponate der Luftfahrt, sowie die Transall C 160 zu besichtigen. Einen Bogen von der Historie zur Moderne schlug schließlich die aktualisierte Ausstellung im Deutschen Panzermuseum in Munster. Die Möglichkeit eines geführten oder individuellen Rundganges stand allen Teilnehmern der Reise zur Auswahl. Viele beschäftigten sich intensiv mit Exponaten ihres speziellen Interesses, andere schätzten die kompetente Darstellung und Erläuterung im Gesamtüberblick. Ein weiterer Höhepunkt war die Auflastung einer Panzerschnellbrücke M 48 am Außengelände des Museums, die wir gerade zufällig beobachten konnten.
Am späten Nachmittag machte sich die Reisegruppe dann auf den Rückweg nach Fulda und zog in vielen Gesprächen auf der Busfahrt eine durchweg positive Bilanz. Interessante Erfahrungen und viele neue Erkenntnisse machten die Jahresfahrt 2025 der GSP Sektion Fulda zum Erlebnis.
Gisbert Hluchnik