Sektion Bonn
Luftverteidigung in der Bündnis- und Landesverteidigung
Kooperationsveranstaltung der GSP-Sektion Bonn, der Clausewitz-Gesellschaft e.V., der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik.
GenLt Lutz Kohlhaus, Stv des InspL © Richard Rohde
v.r.n.l. Dr. Monika von Hassel, Oberst aD Michael Warter von Clausewitz-Gesellschaft, GenLt aD Klaus Stieglitz ehem. InspL, GenLt aD Friedrich-W. Ploeger, Oberst aD Josef-E. Schuler von DWT © Richard Rohde
v.l.n.r. Die Gastgeber Oberst aD Richard Rohde, Sektion Bonn der GSP, Oberst aD Josef-E. Schuler, DWT, GenLt Lutz Kohlhaus, Stv des InspL, Oberst aD Michael Warter von Clausewitz-Gesellschaft und GenLt aD Hans-Joachim Schubert von Clausewitz-Gesellschaft © Richard Rohde
Berichterstattung zur Veranstaltung „Luftverteidigung in der Bündnis- und Landesverteidigung“
Herr Generalleutnant Lutz Kohlhaus trug im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit der Clausewitz-Gesellschaft RK West, der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) und dem Bonner Forum der Deutschen-Atlantischen Gesellschaft e.V. (DAG) zum Thema „Luftverteidigung in der Bündnis- und Landesverteidigung“ vor.
In seinen Ausführungen wies der Referent immer wieder daraufhin, dass er nur der Öffentlichkeit zugänglichen Informationen nützen wolle.
Generalleutnant Kohlhaus eröffnete mit Berichten zu Erfahrungen in Israel und der Ukraine: zwei Ländern, in denen Luftverteidigung einen sehr hohen Stellenwert habe.
Mit dem ihm eigenen subtilen Humor startete er zu Israel (mit dem Bademantel im Schutzraum), um sich dann ernsthaft mit der israelischen Luftverteidigung, ihren Erfolgen gegen den Iran und der Zusammenarbeit von Industrie und Militär zu widmen. Auch das deutsche Beschaffungsprogramm ARROW3 wurde angesprochen.
Seine weiteren Ausführungen widmete er der Luftverteidigung der Ukraine. Er hob dabei die sehr hohe Innovationsfähigkeit und die internationale Zusammenarbeit im Bereich der eingesetzten Waffensysteme hervor.
Anschließend ging Generalleutnant Kohlhaus auf die deutsche Flugabwehr, deren Zustand und weitere Planung ein. Der Sachstand zu PATRIOT, IRIS-T und ARROW3 wurde mit gebotener Rücksicht dargestellt. Zugleich zeigte er aber auch „Hürden“ auf, die die Planung beeinflussten: (1) Personal – Wehrpflicht/Attraktivität, (2) Beschaffung von Munition – Kooperation mit Industrie und (3) strategische Kommunikation - wann kommen diese Fähigkeiten.
Im letzten Teil seiner Überlegungen ging Generalleutnant Kohlhaus auf die NATO und die Integrierte Luftverteidigung ein. Auch hier zeige er die Situation auf, verwies aber zugleich auf die Möglichkeiten der Weiterentwicklung, insbesondere im Bereich der Führungsfähigkeit.
Die anschließende Diskussion vertiefte das Thema und beleuchtete noch weitere Aspekte.
Die Ausführungen waren kenntnisreich, fundiert und kompetent. Sie schafften einen sehr guten Überblick über die aktuelle Lage der deutschen Luftverteidigung und die Planungen für deren Weiterentwicklung. Offene Statements und klare Antworten machten es zu einer spannenden, kurzweiligen und interessanten Veranstaltung. Es war eine gelungene Symbiose für Fachpublikum und breite Öffentlichkeit gleichermaßen.
Text: Joachim Schulz, Pressebeauftragter GSP Bonn