Sektion Bonn

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Donnerstag, 09.10.2025 - 12:30

Innovation im Duell – milRIP im Praxiseinsatz

Welche militärischen Innovationsstrategien gibt es– und wie lässt sich ihr Einfluss auf das Gefechtsfeld erfahrbar machen? In einer exklusiven Kooperationsveranstaltung der Bonner Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik (BHAS) und der Jungen Gesellschaft für Sicherheitspolitik (JGSP) Sektion Bonn testen wir gemeinsam mit der BWI in Bonn ein neu entwickeltes militärisches Wargame: milRIP – Military Rapid Innovation Principles.
Referent: Jonas Thiessen , CDO CoE CON DD Land & Special Operations (BWI)
Ort: Innovation im Duell – milRIP im Praxiseinsatz - BWI – Karl-Legien-Str. 188/192 , 53117 Bonn
Eine Gruppe von Personen spielt ein komplexes Brettspiel mit Karten, Spielsteinen und Würfeln an einem großen Tisch im Büro.

Die Teilnehmenden setzten sich zuerst mit der Entwicklung von Wargames auseinander, bevor sie im Praxisteil einen Prototyp testeten. (c) Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Bonn

Eine Hand bewegt pinke Spielsteine auf einem Strategie-Brettspiel. Spielkarten, ein blauer Würfel und Getränkeflaschen sind auf dem Tisch.

Sicherheit als Planspiel (c) Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Bonn

 

Nachbericht Innovation im Duell – milRIP im Praxiseinsatz

Am 9. Oktober 2025 hatten Mitglieder der jungen Gesellschaft für Sicherheitspolitik (JGSP)sowie der Bonner Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik der Universität Bonn die besondere Gelegenheit, an einer exklusiven Veranstaltung bei der BWI in Bonn teilzunehmen.
Die BWI GmbH ist das IT-Systemhaus der Bundeswehr sowie IT-Dienstleister des Bundes.
Zehn engagierte Studierende und junge Fachleute waren eingeladen, hinter die Kulissen eines laufenden Wargame-Design-Prozesses zu blicken und aktiv an der Gestaltung von milRIP (Military Rapid Innovation Principles) mitzuwirken.

Nach einer herzlichen Begrüßung begann Jonas Thiessen, Wargame-Designer und -Analyst, die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Geschichte, Prinzipien und Anwendungsfelder von Wargames. Im Mittelpunkt standen dabei die Herausforderungen der modernen militärischen Planspielentwicklung und die grundlegende Funktionsweise des aktuellen Projekts. In diesem geht es vor allem darum, Innovationsprozesse auf dem Gefechtsfeld spielerisch greifbar zu machen und den Teilnehmenden neue Denkanstöße zu vermitteln.

Im anschließenden Praxisteil testeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Prototyp des Spiels in einem spannenden Zwei-Personen-Duell. Sie konnten dabei selbst erleben, wie Grundsatzentscheidungen zur Innovationsstrategie sich auf Aspekte wie Prototyping-Geschwindigkeit, Qualität, Kosten und Skalierbarkeit im Spiel auswirken. Die lebhafte Diskussion im Anschluss drehte sich um Spielmechanik, Aufbau, Balance und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.

Insgesamt erhielten die Teilnehmenden einen exklusiven Einblick in den kreativen Entwicklungsprozess eines Wargames und nutzten die Gelegenheit, ihre Eindrücke direkt mit den Entwicklern zu besprechen. Für die jungen Mitglieder beider Organisationen war die Veranstaltung eine inspirierende Erfahrung, die Fachwissen, Praxis und Diskurs in besonderer Weise vereinte.

Mit Wargame und Spiel ist nicht gemeint, Konflikte und Krieg spielerisch zu sehen. Gemeint ist, Prozesse und Hintergründe spielerisch zu erfassen und in der Realität zu verstehen. Verherrlichung ist nicht gemeint.
 


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