Sektion Bonn
Ukrainisches Kino: „Intercepted"
Bewegender Dokumentarfilm über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine
Filmausschnitt im Original © Film Intercepted
Furchtbare Aussage einer Frau gegenüber ihrem russischen Mann, der als Soldat in der Ukraine ist. © Film Intercepted
© Film Intercepted
Nachbericht
Im voll besetzten Kinosaal des Cinestar Bonn leitete Daria Jablonowska (Programmmanagerin, Landesbüro NRW, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) in den Film „INTERCEPTED“ ein. Iryna Shum (Außenministerium der Ukraine, Stellvertretende Direktorin des Referats für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation) ging auf die aktuelle situation in der Ukraine ein und Frau Prof. Dr. Gelinada Grinchenko (Nationale Oles-Honchar-Universität Dnipro, Ukraine) hielt einen Impulsvortrag zum Film. Es werden die Zerstörungen in den ukrainischen Gebieten, welche von der russischen Besatzung befreit wurden, gezeigt. Untermalt wurden die Bilder mit Aufnahmen von abgehörten Telefonaten russischer Soldaten an ihre Freunde und Familien in der Heimat. Die Stimmen der russischen Soldaten zeugen anfangs von heroischen Illusionen und später folgend von völliger Enttäuschung. Von Kriegsverbrechen und Propaganda. Von Zweifel und Desillusionierung. Dabei zeigen sie das ganze Ausmaß der entmenschlichenden Macht des Krieges und des imperialistischen Charakters der russischen Aggression. Der bewegende Film endete mit den Worten eines Mannes an seine Frau: “Lass` unseren Sohn niemals Soldat werden!“
Richard Rohde, Sektionsleiter Sektion Bonn