Bundesebene
Liebenberg Konferenz 2026: Deutsche Außen- und Verteidigungspolitik im Zeichen fundamentaler Wandlungen
Kooperationsverabstaltung der Gesellschaft für Sicherheitpolitik, des Bildungswerks des DBwV und des Mittler Report-Verlags
Über Europa und die Atlantische Allianz referierten Generalmajor Dag Baehr (l.) Vizepräsident BND) und Klaus-Dieter Frankenberger (r.), Journalist der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Moderation hatte Dr. Christine Heidbrink, Sprecherin der JungeGSP in NRW).
Was bedeutet nicht-lineare Kriegführung gegen Deutschland und Europa in Theorie und Praxis. Mit dieser Frage beschäftigten sich Prof. Dr. Joachim Krause (r.) und Ferdinand Gehringer von FTI Consulting (l.). Dr. Olaf Theiler, Planungsamt der Bundeswehr, übernahm die Gesprächsleitung.
Wie verändern sich in der Geo-Politik die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen? Einen konzentrierten Einblick gaben den Zuhörern Dr. Jakob Kullik von der Technischen Universität Chemnitz (l.), Prof. Dr. May-Britt Stumbaum (SPEAR Institut/Universität der Bundeswehr München und Simon Pfeiffer (r.) von der Firma Helsing GmbH. Jürgen Fischer, Chefredakteur der Zeitschrift Europäische Sicherheit & Technik führte durch die anschließende Gesprächsrunde.
Für die Herausforderungen des notwendigen „Neuaufbau“ der Streitkräfte hatten die Organisatoren den ehemaligen Inspekteur des Heeres Generalleutnant a.D. Alfons Mais (l.), den Vorsitzenden des Deutschen BundeswehrVerbandes Oberst André Wüstner (daneben) sowie die Privatdozentin Dr. Antje Nötzold von der Universität der Bundeswehr München als Referenten engagiert. Das Panel moderierte der ehemalige Inspekteur der Luftwaffe Generalleutnant Karl Müllner (r.)
Zum Abschluss der Liebenberg Konferenz diskutierten Prof. Dr. Gerlinde Groitl von der Universität Regenburg, Jan Techau (r.) (Eurasia Group) und Jacob Ross (l.), Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (Büro Paris) darüber, wie Deutschland seine Prioritäten setzen muss. Präsident Dr. Hans-Peter Bartels behielt die Übersicht und beendete mit Dank an die Referenten und Organisatoren die Liebenberg Konferenz.
Der Ukraine-Krieg stand im Mittelpunkt des Panels mit Dr. Andreas Umland (l.), European Institute in Kyiv, Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Universität Bonn und Nico Lange (r.) Institut für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit. Die Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Prof. Dr. Ursula München führte das Männertrio und durch die Diskussion.
Ein Blick auf die Konferenzteilnehmer.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Sie in diesen weltpolitisch angespannten Zeiten zu einer gemeinsamen sicherheitspolitischen Tagung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), der Bildungswerks des Deutschen BundeswehrVerbandes und des Mittler Report-Verlages einladen zu können.
Die Konferenz findet statt vom 11. bis 13. Mai 2026 auf Schloss & Gut Liebenberg, Parkweg 1a, 16775 Löwenberger Land
Programm der Liebenberg Konferenz 2026
Wir setzen mit dieser vierten Liebenberg-Konferenz den Austausch zwischen führenden Experten und Multiplikatoren der deutschen sicherheitspolitischen Debatte fort – in der schönen, zwanglosen, frühlingshaften Guts-Atmosphäre im Löwenberger Land nahe Berlin.
Auf Ihre Teilnahme freuen sich
mit den besten Grüssen
Dr. Hans-Peter Bartels, Präsident der GSP
Fritz von Korff, Geschäftsführer des Bildungswerks des DBwV
Peter Tamm, Verleger Mittler Report-Verlag
Nachbericht: Reflektieren über eine neue globale Sicherheitsordnung
Im Mittelpunkt der Vorträge, der Panels und der Diskussionen bei der 4. Liebenberg-Konferenz stand der fundamentale Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.
Klaus-Dieter Frankenberger ging einer der aktuellen und zukünftigen Grundfragen nach, die Europa und die Atlantische Allianz betreffen: Wie weit reicht die Bündnissolidarität der Trump-Administration gegenüber den Bündnispartnern?
Unabhängig davon steht die Frage im Raum: Wie groß ist die nukleare Bedrohung durch Russland? (Dag Baer)
Hans Christoph Atzpodien informierte über die Lage der wehrtechnischen Industrie, die für eine Unabhängigkeit dringend notwendig ist.
Der nun im fünften Jahr andauernde Krieg in der Ukraine war auch schon bei den vorhergehenden Liebenberg-Gesprächen ein „Brennpunkt“. Andreas Umland, Andreas Heinemann-Grüder und Nico Lange analysierten die Lage. Einen hoffnungsvollen Ausblick auf ein Ende konnten sie den Teilnehmern jedoch nicht geben.
Joachim Krause, Ideengestalter der Tagung, führt weg vom Kampf auf dem Gefechtsfeld hin zur nicht-linearen Kriegsführung in Theorie und Praxis. Einen Einblick in die hybride Kriegführung gegen Deutschland und Europa gibt Ferdinand Gehringer.
May-Britt Stummbaum und Jakob Kullik richten den Blick ins Reich der Mitte. Wie handelt China politisch im Bereich der Exportkontrolle über Seltene Erden, Mineralien oder grüne Technologien? Wie abhängig ist Deutschland? Simon Pfeiffer von der Firma Helsing führt in den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).
Die Situation im Nahen Osten schilderte der Islamwissenschaftler und Journalist Rainer Hermann in einem Abendvortrag.
Alfons Mais, André Wüstner und Antje Nötzold befassten sich mit den Herausforderungen, die auf die Bundeswehr zukommen.
Die Überleitung zur Frage „Wie muss Deutschland seine Prioritäten setzen?” stellt das Schlusspanel mit Gerlinde Groitl, Jan Techau und Jakob Ross, das Hans-Peter Bartels moderiert, in den Mittelpunkt. Als Diskussionsleiter engagieren sich außerdem Christiane Heidrink, Ursula Münch, Olaf Theiler, Jürgen Fischer und Karl Müllner.
Der Einladung der Veranstalter – dem Mittler Report Verlag, dem Bildungswerk des Deutschen BundeswehrVerbandes und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik sind 75 Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien nach Liebenberg, einem Ort deutscher Politik, Literatur- und Widerstandsgeschichte, gefolg.
Nach der vierten Folge dieser Veranstaltungsreihe ist festzustellen, dass sie einen exklusiven Platz im Netzwerk der sicherheitspolitischer Akteure einnimmt, die sich für die Sicherung einer wehrhaften Demokratie engagieren
Peter E. Uhde