Sektion Bremen
Welche Rüstung schreckt ab? - Welche Rüstung braucht eine Zeitenwende in Europa?
Globaler Rüstungswettlauf prägt Europas Sicherheit: Ukrainekrieg, neue Allianzen, Vertragsauflösungen, deutsche Aufrüstung und schwindendes Vertrauen in die atomare Schutzmacht USA verändern Europas sicherheitspolitische Ordnung grundlegend und nachhaltig.
Europa rüstet auf, Russland auch, die Ukraine auch. Russland, um seine Kriegsziele gegen die Ukraine zu erreichen, die Ukraine, um als unabhängiger Staat irgendwie zu überleben. Die Europäer unterstützen die Ukraine. China, Nordkorea und der Iran unterstützen die Russen. Die USA demonstrieren ihre militärische Dominanz in „ihrer Hemisphäre“. Dabei haben die USA und Russland fast alle Rüstung begrenzenden Verträge gekündigt. Konventionell, wie atomar ist ein neuer, weltweiter Rüstungswettlauf entstanden. Deutschland sucht dieser Herausforderung durch vielfältige Unterstützungsleistungen ziviler und militärischer Art für die Ukraine zu begegnen, im Verbund mit „der Koalition der Willigen“. National hat es das Wehrpflichtgesetz novelliert und gigantische Sondervermögen geschaffen, um aufzurüsten und glaubhaft abschrecken zu können.
Wie immer der Konflikt in der Ukraine zu Ende geht, die sicherheitspolitische Lage in Europa erfährt durch diesen Prozess eine tiefgreifende Veränderung. Der tiefste Einschnitt ist bereits heute offenbar. Die „atomare Schutzmacht USA“ verliert zunehmend an Vertrauen bei europäischen Politikern.
Dr. Jonas Schneider ist Politikwissenschaftler und stellvertretender Forschungsgruppenleiter bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) mit den Schwerpunkten Massenvernichtungswaffen, Proliferation und Rüstungskontrolle. Er studierte Politikwissenschaft und promovierte im Bereich der internationalen Beziehungen. An der SWP analysiert er aktuelle außen- und sicherheitspolitische Entwicklungen und berät Politik und Öffentlichkeit auf Grundlage seiner Forschung (Vita und Informationen zu Publikationen bei der SWP)
Breslauer Straße 3a, 28876 Oyten 04207 / 688038
Wir würden uns über eine rege Teilnahme und Anmeldung bis zum 16. Februar freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Krause
Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. - Sektion Bremen