Sektion Bremen

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Donnerstag, 02.07.2026 - 18:00

Nachrichtendienste - Geheimdienste

Der Bundesnachrichtendienst im internationalen Vergleich

70 Jahre Bundesnachrichtendienst: Wie arbeitet Deutschlands Auslandsgeheimdienst zwischen Sicherheitsauftrag, Grundrechtsschutz und parlamentarischer Kontrolle? Welche Rolle spielt der BND im internationalen Vergleich und vor welchen Herausforderungen steht er heute? Professor em. Dr. Krieger, Experte für internationale Nachrichtendienste, gibt spannende Einblicke in ein meist verborgenes, aber hochaktuelles Thema.
Vortrag und Diskussion


Dieser Tage feierte der Bundesnachrichtendienst (BND) sein siebzigjähriges Bestehen.

Seine Aufgabe ist es, Informationen aus dem Ausland zu beschaffen, illegitime oder verdeckte Einflussnahmen fremder Mächte auf Deutschland aufzuklären und die betroffenen Ministerien und deren nachgeordneten Behörden zu informieren. Damit trägt der BND zu einem umfassenden außenpolitischen Lagebild bei. Die Arbeit des BND stützt sich auf ca. 6500 Mitarbeiter, von den operativen Mitarbeitern, umgangs-sprachlich Spione genannt, über Analysten, Techniker und Stabspersonal. Daneben stehen technische Aufklärungsmittel zur Verfügung.

Historisch bedingt sind die zahlreichen grundrechtlich bedingten Einschränkungen, denen der BND unterliegt. Diesen Rahmen setzten das Parlament und ggf. das Bundesverfassungsgericht.

Die Einhaltung der eng gesetzten Grenzen überwacht das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr). Es geht im Kern um die Anwendung der Grundrechte durch den BND, auch gegenüber Ausländern, im Einzelnen um Massenüberwachung, das Telekommunikationsgeheimnis und die Trennung von polizei- und nachrichtendienstlichen Befugnissen.

Aus internationaler Sicht gilt der BND damit als schwach aufgestellt. Die derzeitige Regierung hat in 2025 eine Novelle des BND Gesetzes vorgelegt, "um mit der Leistungsfähigkeit relevanter europäischer Partnerdienste wieder Schritt zu halten".

Professor em. Dr. Krieger hat vergleichende Studien über internationale Dienste erarbeitet und ist bestens geeignet, uns einen Einblick in dieses „verdeckte Thema“ zu gewähren.


Referent: Professor em. Dr. Wolfgang Krieger , emeritierter Professor für Neuere Geschichte und Geschichte der Internationalen Beziehungen an der Philipps-Universität Marburg


Wolfgang Krieger ist ein deutscher Historiker. Er ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte und Geschichte der Internationalen Beziehungen an der Philipps-Universität Marburg.

Krieger studierte Geschichte, Anglistik und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort legte er 1973 das Staatsexamen in Geschichte und Englisch ab. Sein Doktorandenstipendium brachte ihn an das St Antony’s College der Universität Oxford.1977 wurde er promoviert.  Seine wissenschaftliche Karriere führte ihn an renommierte Forschungseinrichtungen, an die Universität der Bundeswehr München und an die Harvard University. Er war Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München und Wissenschaftlicher Referent der Stiftung Wissenschaft und Politik. 1987 wurde er an der Universität München habilitiert wo er als Privatdozent forschte und lehrte. 1995 erhielt er den Alois-Mertes-Preis des in Washington ansässigen Deutschen Historischen Instituts. Er wurde außerplanmäßiger Professor an der Universität München und folgte 1995 einem Ruf als ordentlicher Professor nach Marburg. Von 2005–2012 hatte er Gastprofessuren am Institut d’études politiquesinne in Paris inne.

Krieger hat sich auf die Geschichte der geheimen Nachrichtendienste und der transatlantischen Beziehungen spezialisiert. Er erforschte die Geschichte des Bundesnachrichtendiensts in der Zeit von 1945 bis 1968.Er hat zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Werke veröffentlicht. 

Aktuell sind das: 

  • Die deutschen Geheimdienste. Vom Wiener Kongress bis zum Cyber War
    Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-76432-5
  • Geschichte der Geheimdienste. Von den Pharaonen bis zum Cyberkrieg. 
    C.H.Beck, München 2026, ISBN 978-3-406-83768-5
Ort: Haus der Wissenschaft - Sandstraße 4/5 , 28195 Bremen
Organisator: Oberstleutnant a.D. Dipl. Päd. Rüdiger Krause , Sektionsleiter bremen@gsp-sipo.de
Breslauer Straße 3a, 28876 Oyten  04207 / 688038


Wir würden uns über eine rege Teilnahme und Anmeldung bis zum 30. Juni freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Krause
Oberstlt. a.D und Dipl.- Päd. Rüdiger Krause
Leiter der Sektion Bremen der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.


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