Sektion Bremen

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Donnerstag, 20.11.2025 - 18:00

"Nicht verlieren? Nicht gewinnen?“ Europas zaudernde Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine

Eine Kooperationsveranstaltung der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen, der Europa-Union Bremen e.V. und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.

Auch im vierten Jahr nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine steckt Europa fest zwischen „die Ukraine darf nicht verlieren“ und „aber auch nicht gewinnen“. Der Krieg darf nicht auf den Rest Europas überspringen, wie lässt sich der Krieg in absehbarer Zeit beenden und was erfordert dies von uns? Was will Putins Russland? Was will die Ukraine? Was will Europa? Darüber wollen wir diskutieren.
Russlands im Februar 2022 begonnener Krieg gegen die Ukraine hat sich in einen kräftezehrenden Abnutzungskrieg für beide Seiten entwickelt. Gescheitert ist die schnelle Einnahme von Kiew durch russische Kräfte und ein dortiger Regierungswechsel. Ebenso ist eine prompte und entschiedene militärische Reaktion mit sofortiger Unterstützung der Ukraine durch die USA und Europas und einer klaren gemeinsamen Zielsetzung dieser Unterstützung nicht erfolgt.
Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert seit mehr als 3 Jahren an. Neu sind Russlands hybride Aktionen gegen den Westen, mit Luftraumverletzungen, Seerechtsverletzungen und Attacken im Cyberraum. Der BND-Chef Martin Jäger hat vor der realen Gefahr eines militärischen Konflikts mit Russland gewarnt und hält einen russischen Angriff auf die NATO bereits vor 2029 für möglich. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wertet Russlands Aktionen als Teil einer hybriden Kriegsführung Russlands gegen die Europäische Union. Das Land führe eine eskalierende Kampagne mit dem Ziel, die Bürger zu verunsichern und die Entschlossenheit Europas und der NATO zu testen. Mutmaßlich mit dem Ziel, diese Wertegemeinschaft zu zerstören und die westliche Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

Ist eine realistische Friedenschance für die Ukraine gegeben? Wie steht es um die Friedensinitiative von US Präsident Trump? Existieren Möglichkeiten, wieder eine stabile europäische Sicherheitsordnung herzustellen?
Kopfaufnahme einer Frau mit kurzen Haaren und Brille, die einen blau gepunkteten Schal und ein dunkles Oberteil trägt.
Referent: Dr. Susanne Schattenberg , Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa und Professorin für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen

Dr. Susanne Schattenberg ist Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa und Professorin für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen. Sie studierte in Hamburg, Leningrad und Konstanz Geschichte und Slawistik, wurde in Frankfurt Oder promoviert und an der Humboldt Universität zu Berlin habilitiert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die russische Außenpolitikgeschichte, der Stalinismus und die späte Sowjetunion. Zuletzt erschienen von ihr „Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins“ (2017) und der Band C.H. Beck Wissen „Geschichte der Sowjetunion“ (2022).

Porträt eines glatzköpfigen Mannes mittleren Alters mit Schnurrbart und Brille, in blauem Hemd und dunklem Sakko.
Referent: Brigadegeneral a. D. Reiner Schwalb , Vizepräsident der GSP-Sipo, ehemals langjähriger Verteidigungsattaché an der deutschen Botschaft in Moskau, Frechen

Zum Referenten: Reiner Schwalb wurde am 23. Februar 1954 in Gießen geboren. Nach dem Abitur trat er am 01. April 1973 beim PzGrenBtl 131 in Wetzlar seinen Dienst in der Bundeswehr an. Im Rahmen der Offiziersausbildung studierte er Bauingenieurwesen mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (univ.). Später studierte er Politikwissenschaften in Washington, D.C. und schloss mit einem „Master of Science“ ab. Verschiedene nationale und internationale Führungs- und Stabsverwendungen, u. a. Bataillonskommandeur des PzGrenBtl 182 in Bad Segeberg, Austauschoffizier im britischen Verteidigungsministerium, sechs Jahre in NATO-Stäben und stv. Stabsabteilungsleiter Fü S V (Einsatz) im BMVg bereiteten Ihn gut auf seine letzte berufliche Tätigkeit in Russland vor. Von November 2011 bis August 2018 diente er über nahezu sieben Jahre als Verteidigungsattaché an der deutschen Botschaft in Moskau. Zum Ende des September 2018 wurde Brigadegeneral Schwalb in den Ruhestand versetzt.

Ungeachtet seiner Pensionierung gilt das besondere Interesse von Brigadegeneral a. D. Schwalb weiterhin dem NATO-Russland-Verhältnis, der Frage der europäischen Sicherheitsordnung und damit auch dem Umgang mit den Nachwehen der Auflösung der Sowjetunion. Er ist aktiv in diversen Expertengruppen zum Thema Russland, als Vizepräsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V. (GSP), im Vorstand des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit e. V. (WIFIS), im Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e. V. sowie im Wir Muttersprachler e. V., einer Online-Unterstützung für nicht-muttersprachliche Deutschlehrer und -lehrerinnen im Ausland.

Reiner Schwalb lebt mit seiner Frau in Frechen, Rhein-Erft-Kreis, westlich von Köln. Sie haben zwei Söhne und zwei Enkel.

Ort: Haus der Wissenschaft - Sandstraße 4/5 , 28195 Bremen
Organisator: Oberstleutnant a.D. Dipl. Päd. Rüdiger Krause , Sektionsleiter bremen@gsp-sipo.de
Breslauer Straße 3a, 28876 Oyten  04207 / 688038


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bremer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik lädt in Kooperation mit der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen und der Europa-Union Bremen e.V. zur Podiumsdiskussion zum Thema:

"Nicht verlieren? Nicht gewinnen?“
Europas zaudernde Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine“

Auf dem Podium diskutieren: 
Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Leiterin des Osteuropa-Instituts der Universität Bremen und Brigadegeneral a.D. Schwalb, Vizepräsidenten der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), und ehm. Militärattaché der deutschen Botschaft in Moskau (2011-2018).

Moderation: 
Dr. Helga Trüpel, Europa-Union Bremen 
Rüdiger Krause, Sektionsleiter der GSP Bremen. 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Rüdiger Krause