Sektion Elbe-Weser

Sektion Elbe-Weser

Mittwoch, 18.09.2024 - 07:00

Abenteuer Berlin Infofahrt der RK „Wingst und Umgebung“ mit der GSP Sektion Elbe - Weser

Studienfahrt

Reiseverlauf (Planungsstand 18.09.2024):

Mi., 18.09. 07:00 Uhr Abfahrt ab Wingst, Dorfgemeinschaftshaus, Kröncke-
weg 1, 21789 Wingst, Frühstück-Fahrt Richtung Berlin, geplante Stadtführung und im Anschluß gemeinsames Abendessen im Casino
        
Do., 19.09. nach dem Frühstück ins Regierungsviertel, hier mit einem Mitarbeiter der CDU/CSU Fraktion, Bereich Verteidigungspolitik ab 09:00 Uhr
Gespräch und Diskussion. Im Anschluß geplanter Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen mit Führung. Geplanter Besuch mit Führung Bundes-kanzleramt und/oder Rotes Rathaus Berlin,  alternativ Freizeit in Berlin-Mitte.
Berliner-Currywurst essen in der Ständigen Vertretung ( ca. 19:00 Uhr )

Fr., 20.09. Ab 10:00 Uhr Besuch mit Führung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und im Anschluß Besichtigung und Erläuterung; Neues Ehrenmal der Bundeswehr. Ab 12:00 Parlament, Führung Reichstag, geplanter Kuppelbesuch und anschließend  Essen im Paul-Löbe-Haus.
       
Sa, 21.09 nach Potsdam zum Einsatzführungs-kommando mit Vortrag und anschließend Wald der Erinnerung, hier erfolgt eine Kranzniederlegung. Im Anschluß Beginn Führung Potsdam und endet mit einem Abendessen im Holländischen Viertel. 

So. 22.09. Frühstück Nähe Spree, anschließend 1 ½ Std Spreefahrt durch die Berliner Alt-und Neustadt sowie Regierungsviertel, eine kleine Weltballonfahrt, eventuell kleine Freizeit, Ausklang mit einem Abendessen in besonderer Ambiente.

Mo. 23.09. Nach dem Frühstück, Räumen der Unterkunft, dann zum Bendlerblock, das Gespräch mit den Stellvertretenden Generalinspekteur der Bundeswehr und gegen 13:30 Uhr das Gespräch mit der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Frau Dr. Eva Högl. Danach wir die Rückreise angetreten. Ankunft gegen 21:30 Uhr.

Gruppenbild von ca. 20 Männern und Frauen, meist älter, einige in Uniform, im Freien posierend.

Reisegruppe im Einsatzführungskommando in Potsdam.


Von der Berliner Blase zum Geist des Dienens

Die RK Wingst und Umgebung und die Gesellschaft für Sicherheitspoltik in der Bundeshauptstadt

Dass Berlin eine Menge zu bieten hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Vom Aufstieg Preussens über das Kaiserreich, dem gescheiterten Demokratieversuch und der Tragödie des Ersten und Zweiten Weltkriegs bis hin zur Deutschen Teilung und der Wiedervereinigung zeugen zahlreiche Orte in der Bundeshauptstadt. Reichlich Gebrauch von den Möglichkeiten der Spreemetropole machte die Reisegruppe bestehend aus Mit­gliedern der Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung, die die Reise federführend organisierte, sowie der Gesellschaft für Sicherheitspolitik aus Bremervörde und Delmen­horst.

Einen großen Teil des Programms nahmen die Besichtigung verschiedener Gebäu­de im sogenannten Regierungsviertel ein. Die Besucher erfuhren, wie der Anspruch einer modernen Demokratie, nämlich Transparenz und Zugewandtheit zu den Menschen, sei­nen Ausdruck in der Architektur fand, die beispielsweise im Falle des Reichstagsgebäudes auch noch den historischen Bezug zu wahren verstand.

Am wichtigsten waren jedoch die Gespräche mit denjenigen, die in der Hauptstadt an vielen Stellen die Politik mitgestalten. Die Gruppe traf eine wissenschaftliche Mitarbeiterin des CDU-Abgeordneten Enak Ferle­manns, die neben ihrer Kernarbeit augenzwinkernd von der „Berliner Blase“, einem der Hauptstadt eigenen Kosmos mit – man möchte sagen – sehr kreativen Ideen und den Re­ferenten der Arbeitsgruppe Verteidigungspolitik der CDU-CSU Fraktion im Deutschen Bun­destag, der den Besuchern Rede und Antworten zu den Vorstellungen seiner Partei über die Zukunft der Streitkräfte berichtete.

So waren die sechs Tage mit spannenden und ab­wechslungsreichen Themen gefüllt, die aus nächster Nähe die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen veranschaulichten, vor denen eine Gesellschaft steht, die wehrhaft sein muss, wenn sie ihre Freiheit und Offenheit erhalten will. Dass dies mitunter vom Ein­zelnen den höchsten Preis erfordern kann, sahen die Teilnehmer im „Wald der Erinnerung“ anlässlich einer Kranzniederlegung auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos in Potsdam.  Die Gedenkstätte ergänzt das Ehrenmal der Bundeswehr im Verteidigungsmi­nisterium in Berlin. Beeindruckt waren die Gäste von den dortigen Ausführungen zur neu­en Erinnerungskultur der Bundeswehr, die an die­sem Ort der persönlichen Trauer gepflegt wird.

Die anschließende, sehr kurzweilige Füh­rung durch die Brandenburger Hauptstadt knüpfte an diesem Aspekt des individuellen Ein­satzes an. Die Haltung, die in Potsdam quasi zur höchsten Tugend erhoben wurde, näm­lich der Geist des Dienens, machte aus einem ärmlichen Kurfürstentum einen in seiner Ef­fizienz einzigartigen Staat – und bereite­te den Weg ins Verderben.

In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erhielten die Gäste Einblick in die Vielfältigkeit und den Mut Einzel­ner oder ganzer Gruppen, seien es Solda­ten, Frauen oder Jugendlicher, die das Gefühl hatten, etwas gegen das unmenschliche Nazi-Regime tun zu müssen. Und heute?

Im Ver­teidigungsministerium erfuhr die Reise­gruppe von den Tücken der Reservistenarbeit und erhielt eine ungeschminkte Sicht auf die personelle Einsatzbereitschaft nicht nur der Bun­deswehr sondern des ganzen Landes, der ganzen Bevölkerung. Man fühlte sich an den Appell jener wissenschaftlichen Mitarbei­terin erinnert, die so motiviert von der Arbeit im Bundestag sprach: „Sei dabei, ge­stalte mit!“.

 


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