Sektion Hannover
Lehrer-/innenfortbildung Albert-Einstein-Schule Hannover/Laatzen
Hohes Ufer 51, 31535 Neustadt am Rübenberge 0491729823677
Wir leben in einer Zeitenwende, um das vielzitierte Wort von Bundeskanzler Olaf Scholz aufzugreifen. Die Gesellschaften Europas sind verunsichert und niemand mag voraussehen, welche Folgen der Angriff Putins auf die Ukraine für die Bundesrepublik und alle Staaten der Welt haben wird. Wir wissen nur, dass die Welt nicht mehr die Gleiche sein wird wie vor dem Angriff auf die Ukraine.
Die Bundesrepublik hat lange – zu lange – an dem Gedanken festhalten wollen, dass seit dem Ende des Kalten Krieges 1990 eine bessere, an demokratischen Werten ausgerichtete Weltpolitik sich entwickeln könne und dass wirtschaftliche Verflechtungen zukünftige Konflikte entschärfen und Kriege verhindern würden.
Die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik und insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer müssen sich diese neue globale Weltlage vergegenwärtigen und stehen vor Fragen, auf die es keine unmittelbaren Antworten gibt und zu denen wir uns dennoch verhalten müssen. Im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) an der Albert-Einstein-Schule Laatzen hat Dr. Kinan Jaeger vor ca. 50 Lehrerinnen und Lehrern einen kenntnisreichen und informativen Vortrag gehalten, in dem er die globalen Problemfelder aufgezeigte, die uns und insbesondere die jüngere Generation über die nächsten Jahre beschäftigen werden. Dr. Jaeger hat in seinem 90 minütigen Vortrag den Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Anregungen und Denkanstöße mit an die Hand gegeben – auf Fragen, auf die selbst Experten keine klaren Antworten geben können.
Fest steht nur, dass wir uns alle unserer Freiheit und den damit verbundenen demokratischen Werten stärker bewusst werden müssen, die wir für lange Zeit als Beigabe der westlichen Gesellschaften für selbstverständlich hielten. So kann dieser Krieg auch ungewollt mit zur Stärkung und Wertschätzung unserer demokratischen Grundordnung beitragen, die allerdings offensiver als bislang gewohnt, im Bewusstsein aller Menschen und vor allem der Jugendlichen verankert werden müssen.
Text: Paetzmann / Engelhardt
Bild: Engelhardt