Sektion Oldenburg
Konfliktraum Ostsee - im Brennglas zwischen NATO und Russland
Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Oldenburg.
Referent: Julian Pawlak , Helmut Schmidt Universität, Hamburg
Julian Pawlak ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-SchmidtUniversität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H) und dem German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS). An der HSU/Uni Bw H ist er akademischer Koordinator des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Maritime Sicherheit (iFMS), einer Kooperation mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) zur Steigerung der Strategischen Vorausschau, Meinungsbildung und Strategieformierung.
2023 war Pawlak als Gastwissenschaftler in der Strategy Division an der Swedish Defence University in Stockholm.
Julian Pawlak forscht und publiziert insbesondere zu sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen, maritimer Strategie und Sicherheit sowie im Feld der Strategischen Studien. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte liegen etwa auf der NATO-Nordflanke und dem Ostseeraum. Seine Expertise wird von nationalen und internationalen Medien angefragt, dazu zählen unter anderem New York Times, The Times, El País, Foreign Policy, FAZ und SPIEGEL bis zu ABC Radio National Australia und Radio New Zealand.
Bevor er an die HSU/Uni Bw H wechselte war Pawlak als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektmanager der Baltic Sea Strategy Fora am Center for Maritime Strategy & Security des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) tätig.
Er studierte Politikwissenschaften, Soziologie, Internationale Politik und Internationales Recht in Osnabrück, Krakau und Kiel.
0441 40 811 40
Nachbericht
Die Ostsee als strategischer Brennpunkt - Julian Pawlak (Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg referierte im Oldenburger Kulturzentrum PFL vor knapp 100 Zuhörern über den Konfliktraum Ostsee und die sicherheitspolitischen Interessen der NATO-Staaten gegenüber Russland. Denn die Ostsee wirkt seit dem Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine im Jahr 2014 wie ein Brennglas in dieser Beziehung, bei der man fast schon wieder von einer Blockbildung vergangener Tage sprechen kann. Durch den Beitritt von Schweden und Finnland in das Militärbündnis der NATO verschiebt sich die Verteidigungsfähigkeit in der Region. Das Interesse derer wie auch der drei baltischen Staaten liegt zwar im Schutz von kritischer Infrastrukturen, geht aber weit darüber hinaus. Julian Pawlak gab eine Übersicht über die Besonderheiten und Herausforderungen mit reichlichen Detailinformationen auch von laufenden Initiativen und zeigte ein großes Feld sicherheitspolitischer Interessen sowie zukünftiger Entwicklungen der europäischen NATO-Staaten auf.