Sektion Oldenburg

Sektion Oldenburg

Dienstag, 18.08.2026 - 19:30

Nach der Zäsur! Braucht Europa eine eigene Grand Strategy?

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Politischen Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen und einer zunehmenden strategischen Entfremdung zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika stellt sich eine zentrale Frage für die Zukunft unseres Kontinents: "Nach der Zäsur! Braucht Europa eine eigene Grand Strategy?"
Muss Europa eine strategische Autonomie entwickeln, um in einer geopolitisch fragmentierten Welt eigenständig agieren und seine Interessen wahren zu können? Angesichts von Herausforderungen wie den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten, einer stärker auf den Indopazifik fokussierten US-Politik und einer zunehmend fordernden Haltung anderer Großmächte (insbesondere China) wird die einseitige Abhängigkeit, vor allem von den USA, als existenzielles Risiko gesehen. Strategische Autonomie geht weit über Militär- und Verteidigungspolitik hinaus. Wenn man sie ernst nimmt (z. B. aus EU-, staatlicher oder bündnispolitischer Perspektive), dann beschreibt sie die Fähigkeit, eigenständig zu entscheiden und zu handeln – auch unter Druck.
Vortrag und Diskussion
Porträt eines Mannes mittleren Alters in deutscher Flecktarn-Uniform, mit neutralem Blick nach vorne schauend.
Referent: Oberst a.D. Gunther Wiedekind, Hamburg

Herr Oberst i.G. Gunther Wiedekind, trat nach dem Abitur 1979 als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein. Im Rahmen der Offizierausbildung studierte er Pädagogik und durchlief anschließend verschiedene Verwendungen.  Zwei davon in Oldenburg: 1987/88 war er hauptamtlicher Jugendoffizier der 11. PzGrenDiv und anschließend bis 1992 KpChef der 5. Kp des PzBtl 314.
Der Generalstabsausbildung folgte ein Einsatz als G3 Op des I. D/NL Korps, Münster und die Teilnahme am Lehrgang Generalstabsdienst an der österreichischen Landesverteidigungsakademie, Wien. Weitere Verwendungen u.a.: Referent im BMVg, Bonn, Tutor an der FüAkBw, HH, Kommandeur PzBtl 203, Hemer, Verbindungsoffizier zur UK Defence Academy in Shrivenham (GB), Leiter Taktikzentrum Heer, Dresden, Leiter des deutschen Verbindungskommandos im italienischen Verteidigungsministerium, Rom. 

Seine Einsatzerfahrung umfasst Verwendungen in Sarajevo (2002 HQ SFOR), Kabul/Afghanistan (2016 HQ Resolute Support), Erbil/Iraq (2017 Kurdistan Training Coordination Center) und Juba/Südsudan (2020-2021 Dep. Chief Military Observer und Führer des deutschen Anteils an UNMISS).   

Ort: im Kulturzentrum PFL, Vortragssaal - Peterstraße 3 , 26211 Oldenburg
Organisator: Herr Dipl.-Kfm. Oberstlt. a.D. Ralph M. Schmuhl , Stellv. Sektionsleiter ralph.schmuhl@gsp-sipo.de
0441 40 811 40


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der GSP-Sektion Oldenburg,

die aus dem russischen Überfall auf die Ukraine resultierenden Herausforderungen für die europäischen Staaten und die NATO, erfordern eine umfassende Analyse der aktuellen Lage und der perspektivischen Handlungsoptionen. Wir haben für diese Analyse einen hervorragenden Fachmann gewinnen können!

Ich lade Sie herzlich zu dem Vortrag von Herrn Oberst a.D. Gunther Wiedekind, ehemaliger Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr am 18. August 2026 ein, in dem wir dieser Frage nachgehen und die Notwendigkeit sowie die möglichen Konturen einer stärkeren strategischen Autonomie Europas diskutieren wollen. 

Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle sicherheits- und wirtschaftspolitische Herausforderungen ebenso wie die langfristige Rolle Europas in einer sich wandelnden Weltordnung.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Bitte weisen Sie auch interessierte Freunde/Bekannte auf unsere Veranstaltung hin, die Teilnahme ist kostenlos.  Aktuelle Informationen der GSP e.V. finden Sie auf unserer Homepage: www.gsp-sipo.de

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Kfm. Oberstlt. a.D. Ralph M. Schmuhl
Stellvertretender Sektionsleiter