Sektion Lippstadt

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Mittwoch, 12.11.2025 - 19:30

Die Bedeutung von gesellschaftlicher Resilienz für die Abwehrbereitschaft Deutschlands in einer Ära der Unsicherheit

Im Juni 2023 wurde die erste Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland mit dem Titel „Wehrhaft. Resilient. Nachhaltig. Integrierte Sicherheit für Deutschland“ veröffentlicht. Darin wird u. a. auf die Relevanz von gesellschaftlicher Resilienz als Teil einer neuen deutschen Gesamtstrategie zur Gefahrenabwehr hingewiesen. Der Begriff „gesellschaftliche Resilienz“ meint hier die Fähigkeit der deutschen Gesellschaft, etwaige Krisen und Veränderungen bestmöglich abzufedern und aus ihnen möglichst gestärkt hervorzugehen. Ein Vorbild könnte in diesem Zusammenhang z. B. die ukrainische Gesellschaft sein, der es erstaunlicherweise gelungen ist, auch nach mehr als drei Jahren unerbittlichem Krieg mit Russland abwehrbereit und standhaft zu bleiben.
Letztlich geht es darum, widerstandsfähig zu sein und sich schnell an neue Umstände anzupassen – sowohl durch die Rückkehr zu einem früheren Zustand als auch durch die Entwicklung von neuen und stabileren Strukturen. In diesem Kontext gibt es verschiedene Arten von wichtigen Fähigkeiten, die als Kernpunkte der gesellschaftlichen Resilienz gelten, als da wären: Anpassungs-, Erholungs- und Widerstandsfähigkeit. Auch könnten weitere Rahmenbedingungen positive Effekte mich sich bringen, so etwa gesellschaftlicher Zusammenhalt, verlässliche demokratische Institutionen und eine vorausschauende Politik, die mögliche Risiken frühzeitig erkennt und daraufhin Strategien entwickelt, die der Risikobegrenzung dienen.
Der Referent geht im Rahmen seines Vortrages der Frage nach, inwiefern eine etwaige neue Nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands unter der im Mai 2025 neu ins Amt gekommenen Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) sinnvolle Bestandteile des Strategiedokuments der Ampelregierung unter dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgreifen sollte, um sie mitzuberücksichtigen, sodass die bisherigen Bemühungen um eine zukunftsweisende Strategie für deutsche Abwehrbereitschaft konsequent fortgesetzt werden können. Dabei sollte der Aspekt der gesellschaftlichen Resilienz besondere Beachtung finden, so die Forderung des Referenten, der darin den Schlüssel zu einer umfassenden deutschen Abwehrbereitschaft sieht.
Vortrag und Diskussion

Die Bedeutung von gesellschaftlicher Resilienz für die Abwehrbereitschaft Deutschlands in einer Ära der Unsicherheit

Porträt eines lächelnden Mannes mit dunklen Haaren und Bart, im Anzug und Krawatte, vor unscharfem Bürohintergrund.
Referent: Dr. phil. Sascha Arnautović

Politikwissenschaftler, selbstständiger Unternehmer, freier Referent und externer Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München sowie Leiter der GSP-Sektion Köln/Rhein-Erft-Kreis/Euskirchen

Ort: Haus des Gastes - Quellenstr. 72 , 59556 Bad Waldliesborn
Organisator: Mariella Bousabarah , Sektionsleiterin m.bousabarah@gsp-sipo.de
0176 393 282 73


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft für Sicherheitspolitik,

hier finden Sie einen Bericht im “Lippstadt am Sonntag” über die Veranstaltung.