Sektion Rheine

Sektion Rheine

Mittwoch, 22.01.2025 - 09:45

Künstliche Intelligenz - Errungenschaft oder Gefahr? Wie verändert KI die Gesellschaft, die Demokratie, die Menschen?

Künstliche Intelligenz, kurz „KI“, ist in aller Munde. Fast überall tauchen diese beiden Buchstaben auf, wenn von der Technologie der Zukunft die Rede ist. Ob in der Medizintechnik, im Verkehrswesen mit automatisierten Autos und Flugzeugen, bei der Gestaltung zukünftiger Arbeitswelten, in der sich selbst weiterentwickelnden Robotik oder beim Schreiben von Büchern, Artikeln, Doktorarbeiten und bereits auch Schul- oder Seminararbeiten - all diese Themen werden eng mit KI und ihren zukünftigen Anwendungen verknüpft. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 75 % der Unternehmen KI einsetzen. Gleichzeitig bemüht sie sich um einen Rechtsrahmen, der die Nutzung von KI regulieren und deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Ethik steuern soll.
Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Anwendungsbeispiele und Perspektiven von KI vorgestellt. Neben der „technischen“ Betrachtung sollen insbesondere die Auswirkungen von KI auf unsere Gesellschaft und Demokratie beleuchtet werden. Vor welchen ethischen und moralischen Herausforderungen stehen wir angesichts der sich stetig weiterentwickelnden KI? Müssen oder sollen wir der KI Grenzen setzen? Und können wir der KI überhaupt Grenzen setzen? KI verarbeitet verfügbare Informationen - wie steht es dabei um die Urheberrechte dieser Daten? Ist sichergestellt, dass KI die „richtigen“ Informationen verwendet? Und sind diese Informationen vollständig, ausgewogen und wahr?
Oder auch ein sehr provokativer Ausblick: Wird eine KI-gesteuerte Kalkulation künftig die Grundlage für wirtschaftliche, politische oder militärische Entscheidungen sein? Brauchen wir zukünftig noch demokratisch gewählte Volksvertreter, einen Bundestag, eine Bundesregierung, wenn diese sich selbst bloß auf KI-Lösungen verlassen. Ersetzt KI dann „ganz logisch“ Exekutive, Legislative und Judikative und macht deren Institutionen zu Attrappen repräsentativer Demokratie?
Vortrag und Diskussion
Porträt eines jungen Mannes mit braunem Haar, hellem Hemd und dunklem Pullover.
Referent: Martin Schmitt

Martin Schmitt (*1990) studierte Philosophie, Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie an der Universität Paris 8 - Vincennes à Saint-Denis. Nach Stationen als Bildungsreferent in Bukarest und Münster ist er seit 2022 beim Amt für Kultur, Tourismus und Heimatpflege des Kreises Steinfurt tätig, wo er die Leitung des Europe Direct Büros innehat - ein Teil des europaweiten Bildungsnetzwerks der Europäischen Kommission. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf den ethischen Fragestellungen gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Ort: Technische Schulen des Kreises Steinfurt - Liedekerker Strasse 84 , 48565 Steinfurt
Organisator: Herr Josef Verschüer , Sektionsleiter rheine@gsp-sipo.de
Emsstraße 35, 48431 Rheine 


Hier finden Sie einen Pressebericht der Westfälischen Nachrichten vom 31. Januar 2025 zur Veranstaltung.