Donnerstag, 09.11.2023 - 19:00
Strafverfolgung von NS-Massenverbrechen in Nordrhein-Westfalen
Die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland endete im Mai 1945 - vor über 75 Jahren. Heute leben nur noch wenige Menschen, die als Täter oder als Opfer diese Zeit erlebt haben.
Trotzdem gibt es auch heute noch immer wieder Hinweise auf Verbrechen, die während dieser Zeit geschehen sind. Geschichtliche Aufarbeitung durch Historiker, Hinweise der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg sowie von Angehörigen der Opfer lösen auch heute noch Ermittlungsverfahren aus.
In den Medien können wir verfolgen, dass auch heute noch einzelne Täter sich vor deutschen Gerichten verantworten müssen. Wenn auch diese Täter aus gesundheitlichen Gründen oft nicht mehr in Gerichtsverfahren belangt werden können, bleibt die historische und juristische Aufarbeitung der Verbrechen im Nationalsozialismus wichtig für unsere Geschichtsschreibung.
Oberstaatsanwalt Andreas Brendel ist seit 1992 Staatsanwalt leitet seit mehr als zehn Jahren die Zentralstelle für die Verfolgung von NS-Massenverbrechen in Nordrhein-Westfalen an der Staatsanwaltschaft Dortmund. Er wird die Geschichte dieser Zentralstelle vorstellen sowie zu tatsächlichen und rechtlichen Problemen bei der Verfolgung von NS-Massenverbrechen aus Sicht der Staatsanwaltschaft vortragen.
Referent: Andreas Brendel
, Oberstaatsanwalt an der Staatsanwaltschaft Dortmund
Ort: Forum des Gymnasium Dionysianum - Anton-Führer-Straße 2
, 48431 Rheine
Organisator:
Herr
Josef Verschüer
, Sektionsleiter
rheine@gsp-sipo.de
Emsstraße 35, 48431 Rheine