Sektion Fulda

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Dienstag, 09.11.2021 - 19:30

Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz

(max. 45 TeilnehmerInnen)

Vortrag und Diskussion

Das Ziel der westlichen Staatengemeinschaft, langfristig den Aufbau eines friedlichen, freien und – in ihrem Sinne – demokratischen Afghanistan zu garantieren, kann man als grandios gescheitert ansehen.

Der Weg in das Fiasko des Abzugs begann mit US-Präsident Donald Trumps Anfang des Jahres 2020 begonnenen Verhandlungen in Doha über die Zukunft Afghanistans mit Vertretern der Taliban und ein Abkommen in das weder die Regierung in Kabul noch die Verbündeten der USA eingebunden waren. Die Regierung konnte den Ereignissen in Doha nur mit Entsetzen zusehen, das Abkommen konnte man daher nur als Makulatur bewerten.

Obwohl das Doha-Abkommen kaum umgesetzt war, hat Trump den Abzug der US-Streitkräfte zum 01. Mai 2021 angekündigt, dieser fand dann unter Präsident Biden unter wachsender Bedrohung durch die Taliban überstürzt und mit Ende der Afghanistan-Mission zum 31. August 2021 statt.

„Die deutsche Überraschung über den schnellen Fall von Kabul, das Entsetzen über die fehlende Vorwarnung, die Verwunderung über die chaotische Endphase des Abzugs, sollten auch die Deutschen zum Nachdenken zwingen, auch zum worst-case Nachdenken, auf den die Außenpolitiker auch eine Antwort parat haben müssen“, so die Meinung des Referenten Dr. Denison.

Ein kahler weißer Mann in einem blauen Anzug und Krawatte blickt ernst in die Kamera, grünes Laub im Hintergrund.
Referent: Dr. Andrew B. Denison , Direktor von Transatlantic Networks, geb. 1962

Dr. Andrew B. Denison ist Direktor von Transatlantic Networks, eines Zentrums für politische Bildung und Beratung mit Sitz in Königswinter. Er wirkt seit 1998 regelmäßig als Kommentator und Experte in Funk und Fernsehen mit und ist immer wieder Gast in Sendungen wie Presseclub, Internationaler Frühschoppen, Phoenix Runde etc.

Dr. Denison promovierte an der Nitze School of Advanced International Studies der Johns Hopkins Universität in Washington D.C., seinen Magister machte er an der Universität Hamburg und seinen “Bachelor of Arts” an der University of Wyoming. Von 1980 bis 1986 diente Denison als Pionier in einer Reserveeinheit der Wyoming Army National Guard.

  • 1999 – Heute  Direktor von Transatlantic Networks.
    Transatlantic Networks ist ein Zentrum für politische Bildung und Beratung. Die Forschung des Zentrums konzentriert sich auf die Möglichkeiten und Grenzen einer Globalisierung der atlantischen Partnerschaft
  • Seit über 20 Jahren wirkt Dr. Denison regelmäßig als Kommentator und Experte in Funk und Fernsehen mit und ist Gast in Talkshows.
  • 1996 – 1999 Dozent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn.
  • 1988 – 1996 The Johns Hopkins University – Paul H. Nitze School of Advanced International Studies
    Doctor of Philosophy (Ph.D.) European Studies
  • 1985 – 1988 Universität Hamburg
    Magister Politische Wissenschaft und Regierung
  • 1980 – 1985 University of Wyoming
    Bachelor of Arts (BA) Internationale /globale Studien
  • Dr. Denison spricht fließend Deutsch, gilt als einflussreicher Networker in Deutschland und ist in Laramie im US-Bundesstaat Wyoming aufgewachsen.
Ort: Wintergarten des Hotel Jägerhaus - Bronnzeller Str. 8 , 36043 Fulda-Bronnzell,
Organisator: Oberstleutnant d.R. Michael Willi Trost , Organisationsbeauftragter für GSP-Informationsfahrten informationsfahrten.fulda@gsp-sipo.de
0661 / 402882