Sektion Saar

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Donnerstag, 10.04.2025 - 19:15

Die Trump´sche Präsidentschaft: Konzeptionelle Vorstellungen – konkrete Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf Deutschland und Europa

Kooperationsveranstaltung der GSP-Sektion Saar mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und dem Deutsch-Amerikanischen-Institut - Saar.

Wie wohl nie zuvor sind wir in Deutschland und Europa von Entscheidungen und Orientierungen eines amerikanischen Präsidenten betroffen wie es durch Donald Trump derzeit der Fall ist. Der Präsident der Vereinigten Staaten stellt die über Jahrzehnte gewachsenen transatlantischen Beziehungen durch sein unkonventionelles und schwer kalkulierbares Verhalten in Frage. Europas und Deutschlands Politik hatte bislang nur Empörung, Moral und Kritik entgegenzusetzen. Trump verhindert aktuell das entspannte, wohltuende „Weiter so“ in der europäischen und deutschen politischen Landschaft. Vielleicht gelingt es aber auch, etwas Positives daraus zu entwickeln?

Vortrag und Diskussion
Referent: Professor emer. Günther Schmid , Professor emer. für Internationale Politik und Sicherheit
Ort: Hotel am Triller - Trillerweg 57 , 66117 Saarbrücken
Organisator: Detlef W. Karioth , Leitender Polizeidirektor a.D. , detlef.karioth@gsp-sipo.de
Paul-Lincke-Str. 20 (Büro), 66113 Saarbrücken 

Prof. emer. Dr. Günther Schmid


Dr. Horst Dörrenbächer, DAI


LtdPD a.D. Detlef W. Karioth, GSP


v.l.n.r. Detlef W.Karioth (GSP), Dr. Horst Dörrenbächer (DAG), Prof. Dr. Günther Schmid, Dr. Bruno von Lutz (DAI), Roland Girres, Präsident Association Mutuelle Grand-Ducale des Militaires et Anciens Militaires Luxembourgeois. (AMAM)


v.l.n.r. LtdPD a.D Detlef W. Karioth, Sektionsleiter GSP Saar , Dorota Bernat, Jugendbotschafterin Saarland und Junge GSP Saar, Oberst a.D. Carlo Schnell, GSP Landesbereichsleiter IV


In einer Kooperationsveranstaltung der GSP-Sektion Saar mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und dem Deutsch-Amerikanischen-Institut – am 10.04.2025 in Saarbrücken erläuterte Professor emer. für Internationale Politik und Sicherheit, Günther Schmid, das aktuelle Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump. Anhand seines Werdegangs lässt sich erkennen, dass sein oberstes Ziel ist immer zu gewinnen. Während er in seiner ersten Amtszeit noch verhältnismäßig zurückhaltend war, führen seine aktuellen Entscheidungen seit Amtsübernahme zu weltweiten Umwälzungen in der Außenpolitik, im transatlantischen Verhältnis sowie in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. 

Deutschland und Europa sind von den Entscheidungen und Orientierungen des amerikanischen Präsidenten massiv betroffen.  

Der Präsident der Vereinigten Staaten stellt die über Jahrzehnte gewachsenen transatlantischen Beziehungen durch sein unkonventionelles und schwer kalkulierbares Verhalten in Frage. Europas und Deutschlands Politik hatte bislang nur Empörung, Moral und Kritik entgegenzusetzen. Die Grundlagen seines Handelns sind Einschaltquoten, Angst (z.B. als Erstes bei Migranten), Macht in Form von Furcht und Dämonisierung des Gegners. Er tendiert von einer marktgetriebenen Globalisierung zur machtgetriebenen Globalisierung. Donald Trump geht mit der Abrissbirne durch die Außenpolitik und durch Amerika. Er hat allerdings auch erkannt, dass in den vergangenen Jahren eine Überbürokratisierung und Überregulierung unter den Demokraten stattgefunden hat. Während die demokratischen Eliten sich in ihrer „woken“ Gesellschaftsschicht bewegt haben, wurde der einfache Arbeiter zunehmend unzufriedener. Dies führte u.a. zum Wahlerfolg von Donald Trump; nicht zu vernachlässigen jedoch auch die vielen Unternehmer, die ihn gewählt haben. Dreiviertel der Republikaner zählen sich zur gesellschaftlichen Mitte.

Die Politik des US-Präsidenten verursacht große geopolitische Veränderungen und die EU scheint aktuell kein ernsthafter Gesprächspartner zu sein. Er adressiert sich an Russland und China, gleichzeitig stellt er die NATO sowie die transatlantischen Beziehungen auf den Prüfstand. 

Europa und Deutschland müssen dieser amerikanischen Pendelpolitik mit mehr Resilienz und Zusammenhalt entgegentreten. Nur so gelingt es Europa als validen Gesprächs-und Verhandlungspartner für die USA zu positionieren. 

Mit Herrn Professor Günther Schmid hörten wir einen erfahrenen und genauen Beobachter der internationalen Politik, der durch seine verständlichen und klar strukturierten Darlegungen einen erhellenden Blick auf das aktuell höchst komplexe Beziehungsgeflecht der transatlantischen Beziehungen und Weltlage eröffnen konnte.

 


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