Sektion Taubertal

Sektion Taubertal

Montag, 17.06.2024 - 18:30

Israel und Iran. Zwei Erzfeinde im Schlagabtausch?

Die Feindschaft zwischen Israel und dem Iran dauert nun schon seit 1979 an, auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder Annäherungen gegeben hatte. Mit dem kürzlichen Angriff des Iran auf Israel könnte es zu einem größeren Schlagabtausch kommen. Wobei man diesen Konflikt separat zu dem Terrorangriff der Hamas auf Israel sehen muss.
Vortrag und Diskussion
Referent: Matthias Hofmann M.A. , Historiker, Orientalist und Oberstleutnant d. R

hält Vorträge u.a. für die Landeszentrale für politische Bildung, die Fachhochschule des Bundes sowie die Bundeswehr. Er war 2x für 6 Monate in Afghanistan eingesetzt.

Ort: Technologie- und Gründerzentrum Tauberbischofsheim - Am Wört 1 , 97941 Tauberbischofsheim
Organisator: Dr. Daniela Ahrens-Wimmer , GSP-Sektionsleiterin Taubertal taubertal@gsp-sipo.de
Ein Mann hält einen Vortrag über 'Israel vs. Iran' an einem Rednerpult mit Laptop, vor einer Leinwand und einem GSP-Banner.

Matthias Hofmann beim Vortrag (Foto: Daniela Ahrens-Wimmer)

 
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger informierten sich am Montag Abend (17.06.2024)  über die politische Lage im Nahen Osten.
Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Taubertal unter Leitung von Daniela Ahrens-Wimmer hatte dafür in das Technologie- und Gründerzentrum Tauberbischofsheim eingeladen. Dort referierte der Historiker und Orientalist Matthias Hofmann zum Thema „Israel und Iran? Zwei Erzfeinde im Schlagabtausch?“ Das Verhältnis der beiden Staaten war keineswegs von Beginn an belastet; erst mit der Islamischen Revolution 1979 verschlechterten sich die Beziehungen nachhaltig. Hofmann erläuterte die Entwicklung innerhalb des Irans und beleuchtete zugleich die Versuche der Einflussnahme jenseits der eigenen Landesgrenzen, etwa durch die direkte Unterstützung der schiitischen Hisbollah. Dabei wurden einmal mehr die komplexen Interessenslagen der einzelnen Akteure im Nahen Osten offensichtlich. Die Annahme, dass sich der Iran schon sehr bald als Atommacht positionieren könne, stimmte zusätzlich nachdenklich. Zumal der Staat regional keineswegs mehr isoliert dastünde, so Hofmann und resümierte: „Der Iran ist viel zu lange aus unserem politischem Blickfeld geraten.“ Wie viel Wahrheit in dieser Einschätzung steckte und wie viel Notwendigkeit, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, zeigen die tagesaktuellen Nachrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Ahrens-Wimmer
Stellv. Leiterin der GSP-Sektion Taubertal