Sektion Ingolstadt

Sektion Ingolstadt

Montag, 27.01.2025 - 18:00

Wehrdienst wie in Schweden?

Zu den großen gesellschafts- und sicherheitspolitischen Themen in unserem Land seit dem Überfall Putin-Russlands auf die Ukraine gehört die Diskussion um die Wiedereinsetzung (und nicht. „Wiedereinführung“) der Allgemeinen Wehrpflicht. Diese damals nur für Männer geltende Dienstpflicht wurde 2011 vom CSU(!)-Verteidigungsminister Theodor von und zu Guttenberg ad acta gelegt – und, wie man vor dem Hintergrund der „Friedensdividende“Euphorie meinte, für immer und ewig. Die „Zeitenwende“ vom Februar 2022 zwang aber sogar unsere durch und durch pazifizierte und generell Bundeswehr-kritische bis militärfeindliche bundesrepublikanische Bevölkerung dazu, sich nun doch wieder Gedanken über eine Reanimierung der Wehrpflicht als Dienst für unsere Sicherheit zu machen. Gegen den Widerstand hoher Parteifunktionäre, allen voran der ohnehin nicht als Freund der Bundeswehr hervorgetretene SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich, schaffte es der amtierende Verteidigungsminister Boris Pistorius, diese Debatte zumindest in Gang zu setzen und auch noch am Leben zu erhalten. Ohne eine ausreichende personelle Basis, sprich: „manpower“ plus Reservisten, ohne eine „kriegstüchtige“ (Zitat Boris Pistorius) Armee ist eine glaubhafte Abschreckung und Verteidigung gegen einen Aggressor nun mal nicht möglich.
Schweden, das ebenfalls die Wehrpflicht abgeschafft hatte, führte diese im Jahr 2018 wieder ein. Sie gilt dort für Männer und Frauen. Alle 18-Jährigen bekommen zu ihrem Geburtstag ein Anschreiben der Behörden mit der Aufforderung, einen Fragebogen auszufüllen. Darin sind Fragen zu Ihrer Fitness, ihrem Gesundheitszustand und ihrer Bereitschaft, Wehrdienst zu leisten. Aus diesem Pool aller 18-jährigen Schweden und Schwedinnen wählen die dortigen Musterungsbehörden im Moment acht Prozent eines Jahrgangs aus, die dann tatsächlich den Wehrdienst antreten müssen. Kann das ein Vorbild für uns sein? Boris Pistorius hat ja einen ähnlichen Plan zur Einführung eines „neuen Wehrdiensts“ vorgelegt.
Vortrag und Diskussion
Referent: Dr. Julia Egleder , Redakteurin bei der Zeitschrift „loyal".

Die Referentin, Dr. Julia Egleder, berichtet von ihrer Recherchereise nach Schweden, wo sie Wehrdienstleistende getroffen und die Musterungsbehörde in Stockholm besucht hat. Im Anschluss an den Vortrag soll darüber diskutiert werden, welchen Wehrdienst wir in Deutschland brauchen und ob das schwedische Modell ein Vorbild für uns sein kann.
Frau Dr. Egleder arbeitet seit zehn Jahren als Redakteurin bei der Zeitschrift „loyal. Das Magazin für Sicherheitspolitik“ und für andere sicherheitspolitische Medien. Sie reist in Krisengebiete und berichtet über die Einsätze der Bundeswehr im In- und Ausland.

Ort: Luftwaffen-Offizierheimgesellschaft der Wilhelm-Frankl-Kaserne (Taktischen Luftwaffengeschwaders 74) - Grünauer Straße 170 , 86633 Neuburg an der Donau
Organisator: Oberstleutnant d.R. Dr. Thomas Müller thomas2mueller@bundeswehr.org


Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Ingolstädter Sektion der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V.“,

trotz der massiven innen- und außenpolitischen „Hämmer“, die schon zu Jahresbeginn 2025 anstehen – man denke nur an die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar, die erneute US-Präsidentschaft Donald Trumps ab 20. Januar oder die nach wie vor unklare Entwicklung in Syrien – hoffe ich, daß Sie alle die zurückliegenden Weihnachtsfeiertage sowie den Jahreswechsel so verbringen konnten, wie Sie es sich gewünscht und vorgestellt haben. Vergessen wir dabei aber nicht die israelisch-jüdischen Opfer der islamischen Terrororganisation „Hamas“, die sich seit über einem Jahr in deren Geiselhaft befinden und noch immer auf ihre Befreiung warten – und selbst wenn sie diese Tortur überleben sollten, für den Rest ihres Lebens gezeichnet sind! 

Und damit sind wir auch schon in unserem GSP-„Tagesgeschäft“ und laden Sie recht herzlich zu unserer Veranstaltung am 27. Januar ein.

Die  Veranstaltung am 27.01.2025 findet in einem besonderen Rahmen statt:

•    Diese Einladung gilt ausschließlich für die Mitglieder GSP und deren Angehörige, Freunde und Bekannten (die nicht Mitglied in der GSP sein müssen!);
•    die Einladung gilt selbstverständlich ferner für die militärischen und zivilen Angehörigen des TaktLwG 74;
•    der Vortrag findet für die Angehörigen und Zivilbeschäftigten des Geschwaders sowie für die Mitglieder der GSP gemeinsam statt;
•    da der Vortrag in einer militärischen Liegenschaft stattfindet, ist der Zugang zur Kaserne natürlich reglementiert. Bis zum 20. Januar 2025, 12.00 Uhr benötige ich deshalb bitte von allen Zivilisten, die keine generelle Zutrittsberechtigung für Liegenschaften der Bundeswehr haben (Reservistenausweis u.dgl.), folgende Angaben:

  •  Vor- und Zuname, die
  •  Ausweisnummer des Personalausweises sowie die
  •  Staatsangehörigkeit(en).

Diese Daten erhält das Wachpersonal und ermöglicht damit das Betreten der Kaserne. Nachmeldungen sind dieses Mal nicht möglich!

Zusätzliches Angebot:

Das TaktLwG 74 verfügt über eine sehr sehenswerte Lehrsammlung zur Geschichte des Geschwaders sowie zur Geschichte der Luftwaffe. Sie als Mitglieder der GSP haben an diesem Tag die Möglichkeit, bei Interesse diese Lehrsammlung – de facto ein kleines Museum – ab 16.00 Uhr zu besuchen. Wer diese einmalige Gelegenheit nutzen will, möchte sich bitte bis 15.50 Uhr am „Meldekopf“, sprich: vor der Wache zum Fliegerhorst in Zell (für Ihr Navigationsgerät: 86633-Neuburg, Alte Neuburgerstr. 33) einfinden. Dort werden ein Angehöriger des Geschwaders, der auch durch die Lehrsammlung führen wird, und ich sie in Empfang nehmen. Die Führung dauert ca. eine Stunde. Bis zum Beginn des eigentlichen Vortrags haben Sie anschließend die Möglichkeit, im Gebäude der „Luftwaffen-Offizierheimgesellschaft“ eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Diejenigen, die erst zum Vortrag nach Neuburg/Donau kommen können oder wollen, treffen bitte bis 17.50 Uhr in der Ernst Frankl-Kaserne ein. Für Ihr Navigationsgerät: 86633-Neuburg, Grünauer Str. 170.

Wir von der Sektionsleitung freuen uns, wenn wir Ihr Interesse an dieser Veranstaltung geweckt haben sollten und wir uns am 27. Januar entweder bereits zur Führung (16.00 Uhr) durch die Lehrsammlung oder dann ab 18.00 Uhr zum Vortrag treffen!  

Herzliche Grüße an Sie alle!
Dr. Thomas Müller, Sektionsleiter / Dipl.-Kfm. Ursula Barth, Geschäftsführerin.

Die Sektion Ingolstadt der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V.“ bedankt sich in aller Form für das Angebot und für die Bereitschaft des
Taktischen Luftwaffengeschwaders 74, diese Veranstaltung gemeinsam und in den Liegenschaften des Geschwaders durchführen zu dürfen!