Sektion Erfurt
Zwischen Frontlinien und Verantwortung: Deutschlands Rolle im Konflikt Israel - Gaza - Libanon
in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung Länderbüro Thüringen
Sie ist Mitglied bei Amnesty International und engagiert sich ehrenamtlich in der Koordinationsgruppe zu Israel und dem besetzten palästinensischen Gebiet. Sie kennt die Region auch aus eigener Erfahrung: Anderthalb Jahre lebte sie in Ost-Jerusalem und arbeitete im Westjordanland als Entwicklungshelferin an einer palästinensischen Universität. Zuletzt war sie im Mai und November 2025 vor Ort. Diese Erfahrungen verbindet sie mit der Arbeit, den Positionen und den Forderungen von Amnesty International – und lädt das Publikum mit Ihrem Vortrag ein, die Region und ihre Menschen jenseits der Schlagzeilen zu betrachten.
Thomas Richter ist Lead Research Fellow am GIGA Institut für Nahoststudien in Hamburg. Am GIGA leitet er den Forschungsschwerpunkt „Politische Verantwortlichkeit und Partizipation“. Thomas Richter ist zudem Honorarprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg.
In seinem Vortag beschäftigt er sich mit der öffentlichen Meinung zum Themenkomplex Gaza, Israel, Palästina und deutsche Außenpolitik. Auf Basis von mehreren seit August 2025 durchgeführten repräsentativen Online-Umfragen wird er in die Ansichten der in Deutschland lebenden Bevölkerung zu diesen Themenkomplexen einführen und diese entsprechend erläutern."
Robert-Franz-Ring 1a, 06108 Halle +49 30 22 01 26 34
Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik Erfurt und die Friedrich‑Naumann‑Stiftung für die Freiheit laden im September zu einer öffentlichen Diskussion über Deutschlands Verantwortung im Konflikt zwischen Israel, Gaza und dem Libanon ein. Nach einem Impuls von Prof. Dr. Thomas Richter vom GIGA Hamburg zur öffentlichen Meinung in Deutschland werden sicherheitspolitische, menschenrechtliche und politische Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht.
Auf dem Podium diskutieren: Sophie Asmus (Amnesty International), Tim Wagner (FDP), Prof. Dr. Thomas Richter (GIGA). Moderation: Sebastian Haak, Journalist.
Zur inhaltlichen Orientierung fließen zwei zentrale Positionen der Diskutierenden ein: Sophie Asmus betont, dass Amnesty seit Jahren gravierende Menschenrechtsverletzungen im israelisch‑palästinensischen Kontext dokumentiert und fordert, dass alle Konfliktparteien das humanitäre Völkerrecht strikt einhalten. Tim Wagner verweist auf die besondere historische Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel und unterstreicht zugleich, dass die humanitäre Lage der Zivilbevölkerung in Gaza stärker in den politischen Entscheidungen berücksichtigt werden müsse.
Die Veranstaltung soll kritisch, faktenorientiert und offen geführt werden, um Deutschlands Handlungsspielräume und Verpflichtungen in einem hochkomplexen Konflikt klarer zu beleuchten.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine konstruktive Debatte.