Sektion Fulda
Tagesausflug nach Andernach zur „Wiege der Bundeswehr“ und nach Remagen zum „Friedensmuseum Brücke von Remagen e.V.“.
Besuchen Sie mit uns die militärgeschichtliche Sammlung
„Wiege der Bundeswehr“
in der denkmalgeschützten Originalbaracke in der heutigen Krahnenberg-Kaserne, die in einer multi-medialen Ausstellung an die Anfänge der neuen deutschen Streitkräfte erinnert.
Außerdem besuchen wir die Gedenkstätte und Ausstellung im Friedensmuseum Brücke von Remagen.
PROGRAMM
Samstag, 11. Juni 2022
| 06.20 Uhr | Sammeln auf dem Parkplatz Ochsenwiese, FULDA |
| 06.30 Uhr | Abfahrt mit einem modernen Fernreisebus der Fa. Reisedienst Kimmel |
| bis 09.50 Uhr | Eintreffen am Haupttor der Krahnenberg-Kaserne, Aktienstr. 87, 56626 Andernach |
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| 10.00 Uhr – 11.30 Uhr
| Geführter Rundgang durch die militärgeschichtliche |
| 11.30 Uhr | Kaffee und Gebäck |
| bis 12.00 Uhr | Gelegenheit zum individuellen Rundgang! |
| 12.05 Uhr - | Zu Fuß zum Gasthaus-Restaurant „Jägerhof“, direkt gegenüber dem Eingang Krahnenberg-Kaserne. Dort Mittagessen nach Vorbestellung. (Bitte Menüwahl auf dem Anmeldeformblatt, Seite 2, ankreuzen!) |
| 13.30 Uhr - | Fahrt nach REMAGEN |
| 14.00 Uhr | Eintreffen am Parkplatz „Friedenskapelle Schwarze Madonna“ (Parkplatz Feldweg rechts neben der Kapelle) Anschließend: Bis 14.30 Uhr Erläuterungen des Mahnmals und Gedenkorts zur Erinnerung an das hier von April bis Spätsommer 1945 befindliche, mit bis zu 185.000 Mann belegte (im wahrsten Sinne des Wortes), riesige Kriegsgefangenenlager der US-Armee (sog. „Rheinwiesenlager“) Leitung: Herr Volker Thehos, Tel. 0163-5991573 |
| 14.30 Uhr | Weiterfahrt zum Busparkplatz an der Straße „An der Alten Rheinbrücke“ |
| 14.40 Uhr | zu Fuß ca. 300 m zum „Friedensmuseum Brücke von Remagen“ |
| 14.50 Uhr | Einführende Erläuterungen im Außenbereich der Gedenkstätte zur Geschichte der ehemaligen „Ludendorff-Brücke“, die Eroberung am 07. März 1945 und Gelegenheit zur Turmbesteigung und Führung durch das Museum im Inneren der beiden Brückentürme, max. 15 Personen. Leitung: Herr Oliver Schmitz, Tel. 01514-2449214 und Frau Sabine Peter, Tel. 0157-35756170 |
| 16.00 Uhr | zu Fuß ca. 1.100 m entlang der Rheinpromenade zum Café Friuli, Rheinpromenade 47, Remagen |
| 16.20 Uhr | Gelegenheit zu Kaffee und Kuchen |
| 17.30 Uhr | Rückfahrt nach FULDA (Bus parkt auf der Rheinpromenade ca. 30 m vom Café entfernt) |
| 20.30 Uhr | Ankunft in FULDA, Ochsenwiese |
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| 10.00 Uhr | Fahrt nach REMAGEN |
| 10.30 Uhr | Eintreffen am Parkplatz „Friedenskapelle Schwarze Madonna“ Einmündung Joseph-Rovan-Allee, Feldweg rechts neben der Kapelle Anschließend: Bis 11.00 Uhr Erläuterungen des Mahnmals und Gedenkorts zur Erinnerung an das hier von April bis Spätsommer 1945 befindliche, mit bis zu 185.000 Mann belegte (im wahrsten Sinne des Wortes), riesige Kriegsgefangenenlager der US-Armee (sog. „Rheinwiesenlager“) Leitung: Herr Volker Thehos, Tel. 0163-5991573 |
| 11.00 Uhr | Weiterfahrt zum Busparkplatz an der Straße „An der Alten Rheinbrücke“ |
| 11.10 Uhr | zu Fuß ca. 300 m zum „Friedensmuseum Brücke von Remagen“ |
11.20 Uhr | Einführende Erläuterungen im Außenbereich der Gedenkstätte zur Geschichte der ehemaligen „Ludendorff-Brücke“, die Eroberung am 07. März 1945 und die Gelegenheit zur Turmbesteigung und Führung durch das Museum Leitung: Herr Oliver Schmitz, Tel. 0151-42449214 und |
| 12.10 Uhr | Zu Fuß zum Busparkplatz und anschließend |
| 12.20 Uhr | Fahrt nach Andernach „Gasthaus-Restaurant „Jägerhof“, Aktienstraße 84 |
| 12.50 Uhr | Mittagessen nach Vorbestellung (Bitte Menüwahl auf dem Anmeldeformblatt, S. 2, ankreuzen!) |
| 14.00 Uhr | zu Fuß zum Museum „Wiege der Bundeswehr“ |
| 14.10 Uhr – 15.40 Uhr | Geführter Rundgang durch die militärgeschichtliche Sammlung „Wiege der Bundeswehr“ in der Museumsbaracke, welche 1937 als Teil eines Luftwaffenlazaretts erbaut worden war. In Filmen festgehaltene Erinnerungen vieler Zeitzeugen lassen ein Stück deutscher Militärgeschichte authentisch lebendig werden und jedem Besucher vor Augen führen, was die Zeitzeugen als den GEIST VON ANDERNACH beschreiben. |
| 15.40 Uhr – 16.00 Uhr | Kaffee und Gebäck - Gelegenheit zum individuellen Rundgang |
| 16.00 Uhr | Fahrt nach Remagen, Rheinpromenade 47, Café Friuli |
| 16.30 Uhr | Gelegenheit zu Kaffee und Kuchen |
| 17.30 Uhr | Rückfahrt nach FULDA |
| 20.30 Uhr | Ankunft in FULDA, Ochsenwiese |
0661 / 402882
Freundliche Begrüßung der 50-köpfigen Besuchergruppe durch Oberstleutnant a.D. Dieter-Ulrich Schmidt
Herzlicher Empfang
Der alte Name Krahnenberg-Kaserne
Das originale Kasernentor
Die unter Denkmalschutz gestellte Baracke
Gespannte Aufmerksamkeit für Oberstleutnant Schmidts engagierte und detailreiche Gäste-Führung
Themenwechsel: Friedenskapelle Schwarze Madonna zum Gedenken an die furchtbaren sogenannten Rheinwiesenlager bei Remagen
Gästeführer Oliver Schmitz mit der 1. Gruppe trägt kenntnisreich zur Bedeutung des Mahnmals vor
Oliver Schmitz in seinem Element ...
Erster Anblick der Brückentürme der ehemaligen Ludendorff-Brücke, heute Friedensmuseum Brücke von Remagen
Mahnmal für den Frieden
Historisch fachkundige Führung im Museum im Innern der beiden Brückentürme
Erläuterung der Kämpfe auch im Außenbereich der Brücke
Ein Teil der Reisegruppe vor dem Friedensmuseum zur Verabschiedung
Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik zu Besuch in der Erinnerungsstätte „Wiege der Bundeswehr“ in Andernach/ heiße Diskussionen über die Bundeswehr damals wie heute:
Erinnerungen an die „Stunde Null“ der Bundeswehr
Fulda/ Andernach (mb). Wie verwaist wirkt die Andernacher Krahnenberg-Kaserne. Uniformen auf den ersten Blick: Fehlanzeige. Lediglich ein ziviler Security-Mitarbeiter wacht „einsam“ am Schlagbaum des Einlasstors, um Gäste einzulassen, die zur weißgrauen Baracke 17 mit ihrer militärhistorischen Sammlung möchten. Sie ist neben dem historischen Kasernentor und einem Turm eines der wenigen erhaltenen Relikte aus den Anfangstagen der Bundeswehr - heute eine viel besuchte Erinnerungsstätte auf dem Gelände des Instituts für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen der Bundeswehr. Denn am 20. Januar 1956 schlug auf dem Exerzierplatz der Krahnenberg-Kaserne für die Bundeswehr sozusagen die „Stunde Null“, als Bundeskanzler Konrad Adenauer in dem ehemaligen Luftwaffenlazarett I/XII. aus Kriegstagen die ersten Rekruten begrüßen konnte: zur Indienststellung der noch jungen Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland. Seitdem gilt der Standort in Andernach als „Wiege der Bundeswehr“.
Auf Spurensuche an historischer Stätte hatten sich jetzt Mitglieder und Gäste der Fuldaer Sektion für Sicherheitspolitik (GSP) begeben. Was sie bei der detailreichen Führung mit Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt vom Förderverein „Wiege der Bundeswehr“ geboten bekamen, waren neben geläufigen durchaus auch weniger bekannte Details über den Start der ersten deutschen Parlamentsarmee.
Historische Klammer
„Für uns ist dieser Besuch gewissermaßen als historische Klammer zu sehen und ungemein wichtig, so kurz nachdem die Bundeswehr 2021 ihren 65. Geburtstag gefeiert hat“, betonte Sektionsleiter Michael Trost. Deutschlands erste Friedensarmee habe es in ihren Anfangstagen nicht leicht gehabt, als viele Deutsche andere Sorgen hatten als die Wiedereinführung von Streitkräften oder entschieden gegen eine Wiederbewaffnung waren. Auch die zurückliegenden Jahre hätten die Armee durch die Aussetzung der Wehrpflicht, Mangel an militärischem Personal und zivilen Fachkräften sowie verbesserungswürdigem Ausrüstungsstand hart auf die Probe gestellt. Nun beginne für sie eine erneute „Zeitenwende“ durch das 100 Milliarden Euro schwere Investitionspaket des Bundes beziehungsweise neue geopolitische Herausforderungen und nicht zuletzt durch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Zeitzeugen erzählen
Etwas verbindet die Anfangszeit der „neuen Armee“ mit der Gegenwart: die Diskussion um und über die Bundeswehr. Was Soldaten und Öffentlichkeit Mitte der 50er Jahre bewegt hatte , vermittelte Schmidt, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins ist, in kurzweiligem Plauderton. Schmidt, der übrigens gemeinsam mit seiner Frau das Ausstellungskonzept für Baracke 17 erarbeitet hat, trug gemeinsam mit weiteren Helfern Zeitzeugenerinnerungen zusammen. Insgesamt 80 neben zivilen überwiegend militärische Zeitzeugen – vom einfachen Dienstgrad bis zum Offizier - aus den frühen Jahren der Bundeswehr konnten ausfindig gemacht werden. 37 ließen sich schließlich per Videoaufzeichnung interviewen. Sie berichteten, mit welchen Schwierigkeiten sie anfänglich zu kämpfen hatten: etwa mit der einfachen Art der Unterbringung in den ehemaligen Lazarett-Baracken der Luftwaffe, der eisigen Kälte im Winter, unzureichender Dienstbekleidung, aber auch den Tücken ihrer aus amerikanischen Beständen stammenden Erstausstattung an Waffen und natürlich den Protesten und Demonstrationen gegen die damals noch als „Neue Streitkräfte“ bezeichnete Bundeswehr. Auch ehemalige „Rekrutierungsoffiziere“ des „Personalgutachterausschusses“ wie der Bruder des bekannten Tierforschers Dr. Bernhard Grzimek, Brigadegeneral a.D. Rupprecht Grzimek (98-jährig im Februar 2022 in Eichstätt verstorben) oder Generalmajor a.D. Dr. Dietrich Genschel (1934 – 2017), ein von der Stasi verfolgter DDR-Flüchtling und überzeugter Antikommunist, kommen im Ausstellungsvideo zu Wort. Als „Männer der ersten Stunde“ untermauern sie, wie schwierig es anfangs war, aus dem Bestand vorwiegend kriegsgedienter Soldaten die geeignetsten und unbelasteten Freiwilligen für die neue Bundeswehr zu finden.
Spezielle weitere Themenfelder wie „Ausbildung“, „Die Garnisonsstadt Andernach“, „Verwaltung“ oder „Militärseelsorge“, außerdem ein komplett ausgestatteter Unterkunftsraum mit Bett, Spind und Ausrüstung der Soldaten sowie die originale Zahlstelle runden den Bestand der militärgeschichtlichen Sammlung ab. Mit dieser Präsentation wird ein wichtiger Teil des Auftrags der Sammlung erfüllt: neben der Bildung und Forschung insbesondere auch das Sammeln und Bewahren wesentlicher Informationen. Gerade zivile Gäste der Erinnerungsstätte sollen mit modernen museumspädagogischen Mitteln an den „Problemkreis Militär, Staat und Geschichte in früherer Zeit“ herangeführt werden. Damit leistet der Förderverein einen entscheidenden Beitrag zum besseren Verständnis der Bundeswehr und der Sicherheitspolitik. „Gerade die sicherheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit ist auch unser Auftrag als GSP“, wie Trost ergänzt.
Adenauers Verdienst
Dass überhaupt wieder eine deutsche Armee aufgebaut werden konnte, ist nach Schmidts Worten dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer zu verdanken. Nach dem Scheitern der so genannten Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) 1954 – die EVG war ein politisches Projekt mit dem Ziel, eine gemeinsame europäische Armee zu schaffen - wurde die Bundesrepublik am 5. Mai 1955 in die NATO aufgenommen. Zuvor hatte der Bundeskanzler den Bundestag überzeugen können, neue Streitkräfte aufzustellen. In die NATO aufgenommen worden sei die noch junge Republik allerdings nur, „weil Adenauer den alliierten Partnern etwas zu bieten hatte“, nämlich qualifiziertes Personal aus Weltkriegs-Generälen, Offizieren und 12 Heeres-Divisionen. Anfang 1956 war es dann soweit. Die ersten drei Bundeswehr-Standorte konnten in Betrieb gehen: Die Luftwaffe bezog den Fliegerhorst in Nörvenich, die Marine den Stützpunkt in Wilhelmshaven und das Heer schließlich die Krahnenberg-Kaserne in Andernach. Im Ausbildungsstandort des Heeres wurden am historischen Datum des 20. Januar 1956 insgesamt 1.850 Soldaten aller drei Teilstreitkräfte zur offiziellen Indienststellung der Bundeswehr zusammengezogen.
Militärattachés aus 17 Ländern sowie rund 200 Journalisten begleiteten den feierlichen Moment.
Auch wenn von der Kaserne von damals kaum noch etwas erhalten ist, freut sich Schmidt, dass auf Initiative von Oberarzt a.D. Franz Adolf Maldorf. immerhin die letzte Baracke gerettet und 2009 unter Denkmalschutz gestellt werden konnte. Heute präsentiert sich nach mehrjährigen Restaurierungsphasen des Gebäudes die „Ausstellung im Exponat“ auf rund 500 Quadratmetern Fläche. Dass dieser historische Ort überhaupt erhalten werden konnte, ist dem 2010 vom damaligen Leiter des Sanitätsamtes der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. med. Hans-Jürgen Dick, gegründeten Förderverein „Wiege der Bundeswehr“ und seinen Aktiven zu verdanken.
Mehr zum Thema unter: www.wiege-der-bundeswehr.org.