4. GSP-Sicherheitsdialog

„Wieviel Führung verlangt Verantwortung? Deutschlands ungeklärte sicherheitspolitische Rolle" 4. Berliner Sicherheitsdialog am 6. November 2019 in der Vertretung Sachsen-Anhalts, Berlin

In den vergangenen drei Foren des Berliner Sicherheitsdialogs der GSP stand bereits eine breite Palette an sicherheitspolitisch hoch aktuellen Themen im Fokus. Zur Erinnerung: Mit dem Start dieser Serie ging es um Migration, dann um Russland, und zuletzt um die Zukunft der Nuklearwaffen. Natürlich setzen wir auch dieses Jahr diesen so bisher erfolgreichen Ansatz fort.

Ausgangspunkt der diesjährigen Veranstaltung war die seit einigen Jahren in Politik, Presse und Öffentlichkeit immer wieder beschworene „internationale Verantwortung Deutschlands“. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem jahrelangen Selbstfindungsprozess eines nun wieder vereinten Deutschlands erhält dieser Aspekt im Inland wie im Ausland zunehmend Gewicht.

Aber was bedeutet die Forderung nach einer solchen Verantwortung konkret? Welche deutsche Rolle im internationalen Kontext, aber auch welche Pflichten und nicht zuletzt auch welche Führungsaufgaben sind mit ihr verbunden? Oder anders gefragt: Was erwartet die internationale Gemeinschaft von uns, und was wollen bzw. können wir davon einlösen?

Diese Themen wurden am 6. November von 14.00 bis 18:30 Uhr in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt mit renommierten Experten analysiert und diskutiert.
Das Generalthema lautete:

„Wieviel Führung verlangt Verantwortung?

Deutschlands ungeklärte sicherheitspolitische Rolle.“

Vor rund 170 Gästen im vollbesetzten Saal haben die hochkarätigen Teilnehmer nach der Keynote von Prof. Dr. Herfried Münkler mehr als vier Stunden lang ausführlich über das Thema diskutiert. Die Beiträge der Botschafter/-innen von Frankreich, Polen und der Niederlande, aber auch zweier Bundestagsabgeordneter, renommierter Wissenschaftler und junger Sicherheitspolitiker aus dem Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen zeichneten insgesamt ein Bild, das einen dringenden Handlungsbedarf deutscher und auch europäischer Sicherheitspolitik mehr als deutlich werden ließ. Trotz der spannenden, weil mitunter auch sehr kontroversen Argumentationsbeiträge herrschte weitgehender Konsens mit Blick auf ein übergreifendes Fazit: Internationale Verantwortung Deutschlands darf nicht eine Worthülse sein, sondern erfordert auch real ein entsprechendes Können und Wollen.

Flyer des 4. GSP-Sicherheitsdialogs

Hier finden Sie den Text der inhaltlichen Einführung in die Veranstaltung durch den Vizepräsidenten der GSP, Generalleutnant a.D. Kersten Lahl.

Hier finden Sie die Videos vom 4. GSP-Sicherheitsdialog:

Begrüßung Prof. Dr. Varwick - Thematische Einführung GenLt a.D. Lahl - Keynote Prof. Dr. Münckler

Panel I: Außensicht auf die deutsche Sicherheitspolitik: Was erwarten unsere Partner von Deutschlands Rolle?

Thesen kurz präsentiert - Deutschlands Sicherheitspolitische Rolle: Zuschauer oder Feldspieler?

Panel II: Binnensicht der deutschen Sicherheitspolitik: Welche Rolle kann und sollte Deutschland spielen? - Schlussbemerkungen GenLt a.D. Lahl