Sektion Lippstadt

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Dienstag, 27.09.2022 - 19:30

Versorgungsplan Gas – die Lage in der Welt und vor Ort

Die Sanktionen im Zusammenhang mit dem völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die Ukraine haben
vielfältige wirtschaftliche Auswirkungen auf die EU und Deutschland. Eine der sicherlich nachhaltigsten Konsequenzen ist die eingeschränkte Gasversorgung. Für die nahe Zukunft wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie unsere Gasversorgung gesichert werden kann und welchen Preis wir dafür zahlen müssen. Welche sind die gesamtwirtschaftlichen Folgen der kritischen Gasversorgung? Wie sähe ein Notfallplan Gas im Einzelnen aus?
All dies sind Fragen, die wir an diesem Abend mit unserem Referenten erörtern wollen.
Vortrag und Diskussion
Referent: Herr Siegfried Müller , Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH

Herr Siegfried Müller ist als Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH mehr als nur ein kompetenter Gesprächspartner, er ist absoluter Experte und hat durch die erfolgreiche Führung unserer Stadtwerke in den vergangenen Jahren gezeigt, welch herausragendes Marktverständnis er hat und wie man frühzeitig kritischen Entwicklungen am Markt begegnen kann.

 

Ort: Restaurant Hubertushof Lippstadt - Holzstr. 8 , 59556 Lippstadt-Bad Waldliesborn
Organisator: Frau Mariella Bousabarah , Stellv. Geschäftsführerin m.bousabarah@gsp-sipo.de
0176 393 282 73

von links: GSP Sektions-Geschäftsführer Dieter Brand, Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH Siegfired Müller, Stellv. GSP-Geschäftsführerin Mariella Bousabarah, GSP-Sektionsleiter RA Dr. Olav Freud


Bad Waldliesborn – Am 27.9.2022 war der Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt GmbH, Herr Siegfried Müller, der Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik gefolgt und hat vor ca. 70 Zuhörern zur aktuellen Versorgungslage mit Gas vorgetragen.

In dem äußerst kurzweiligen Vortrag, der die Gründe für die aktuell rasante Preisentwicklung transparent darstellte, zeigte Herr Müller auch schonungslos auf, wie die zukünftige Entwicklung sein wird. Da beispielsweise die Lieferung von Flüssiggas (LNG) dreimal so teuer ist, wie die Lieferung von Pipelinegas wurde klar, dass das alte Preisniveau wohl niemals wieder erreicht werden wird.

Entgegen dem von Berlin vermittelten Eindruck ist Herr Müller nicht der Ansicht, dass die aktuelle Speichermenge reichen wird, um uns über den Winter zu bringen, wenn nicht alle Gesellschaftsteile sich um deutliche Einsparungen bemühen. Seine Kernbotschaft war daher: Gas einsparen, wo es nur geht! Letztlich auch, um der Wirtschaft ein Überleben zu ermöglichen.

Im Rahmen der anschließenden Debatte verlieh einer der Zuhörer der Hoffnung Ausdruck, dass alle Zuhörer als Multiplikatoren für diese Kernbotschaft von Herrn Müller fungieren mögen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Her Müller wiederholt, darauf hinwies, dass - unabhängig von irgendwelchen Privilegierungen - für den Fall, dass der Notfallplan Gas greifen sollte, niemand mehr beliefert werden kann, wenn die Speicher schlicht leer sind!

Daher auch der Appell an die Leser dieses kurzen Berichtes: Sparen Sie Gas ein, wo es nur möglich ist, damit der Notfallplan Gas niemals zum Tragen kommen wird.

 


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