Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Mittwoch, 12.06.2024 - 07:00

US-Militärpräsenz in Deutschland am Beispiel der Air Base Ramstein - eine nicht nur sicherheitspolitische Reflexion

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler,
ganz herzlich laden wir Sie zur diesjährigen Studienreise der Sektion ein. Die Tagesreise wird am Mittwoch, den 12.06.2024 durchgeführt und findet in Kooperation mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e. V. statt. Diese Busreise führt uns zur amerikanischen Air Base Ramstein und zur Atlantischen Akademie Rheinland e.V. nach Kaiserslautern.
Studienfahrt

Die Besichtigung der Air Base unterliegt besonderen Sicherheitsbestimmungen und langfristigen Meldeterminen. Da aus sicherheitspolitischen und aus militärisch auftragsbedingten Gründen sich die Lage täglich ändern kann, kann der geplante Ablauf nicht garantiert werden. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Zutritt zur Base gesperrt wird, halten wir einen Alternativplan vor.

Für die Zugangsberechtigung ist von allen Teilnehmern der Name, gültige Personalausweis- oder Reisepassnummer, Nationalität und Geburtsdatum erforderlich.

Die gültigen, bei der Anmeldung angegebenen Ausweise bzw. Reisepässe (keine Truppenausweise oder andere Dienstausweise) sind im Original am Besichtigungstag mitzuführen. Personen, die keinen gültigen Ausweis vorweisen können, dürfen das Flugplatzgelände nicht betreten und werden von der Besichtigung ausgeschlossen.

Für Personen mit Gehbehinderung ist eine gesonderte Anmeldung bei der Air Base erforderlich. Bitte entsprechenden Hinweis angeben.

Der Reisepreis beträgt 39.- Euro. Mitglieder bezahlen 29€. Die Bezahlung folgt nach Aufforderung.

Für Ihre Anmeldung werden folgende Daten benötigt:

Vorname, Name, Adresse, Telefonnummer (mobil), Ausweisnummer, Nationalität, Geburtsdatum

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Vergabe der maximal 40 Plätze erfolgt wieder in der Reihenfolge der Anmeldung. Eine frühzeitige Anmeldung ist zur Feinausplanung der Fahrt erforderlich. Änderungen der Anmeldung können noch bis zum 30.04.2024 kostenfrei erfolgen.

Abfahrtszeit:

07.00 Uhr am 12.06.2024 am Parkplatz des Apollinarisstadions in Bad Neuenahr, Kreuzstr. 110


Reisegruppe auf der Air Base Ramstein


Nachbericht zur Studienfahrt:
US-Militärpräsenz in Deutschland am Bespiel der Air Base Ramstein – eine nicht nur sicherheitspolitische Reflexion

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die diesjährige Studienreise der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) führte die Teilnehmer zur amerikanischen Air Base in Ramstein und zur Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e.V. nach Kaiserslautern. Am Mittwoch, 12. Juni 2024 um 07.00 Uhr trafen sich alle Teilnehmer am Apollinaris Stadion in Bad Neuenahr zur Abfahrt. Das Interesse an der Studienreise war so groß, dass nicht alle Teilnahmewünsche erfüllt werden konnten, da die Air Base nur eine begrenzte Anzahl Besucher aufnehmen konnte.

Pünktlich um 10.00 Uhr traf die Reisegruppe am Haupttor der Base ein und wurde nach Erledigung der Meldeformalitäten durch eine Begleiterin in die wichtigsten Bereiche der Air Base eingewiesen. Ramstein ist eine eigene kleine Stadt mit allen für das Leben der Bewohner notwendigen Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Verkaufseinrichtungen, Sportstätten und vielem mehr. Nach einer sehr interessanten Rundfahrt erreichten wir die Feuerwache 1 (Hauptwache). Dort wurden wir von zwei deutschen Feuerwehrmännern in die Organisation und Technik eingewiesen und konnten alles besichtigen. Das besondere dieser Flugplatzfeuerwehr ist die gemischte Besetzung durch amerikanische Soldaten und deutsches Zivilpersonal. Da die Soldaten einer Rotation unterliegen, ist das zivile Personal stets verfügbar und kann neu ankommendes amerikanisches Personal fachkundig einweisen. Die Organisation und Technik basieren auf amerikanischen Standards, aber es findet auch eine enge Abstimmung mit den regionalen deutschen Stellen statt. Interessant war auch die Aussage unserer deutschen Begleiter, dass sie zwar weltweit in jeder beliebigen Feuerwache Dienst tun könnten, nur nicht in Deutschland, da es hier eigene Regelungen gibt. Nach diesem interessanten Vormittag fuhren wir zum Mittagessen in das nahegelegene Restaurant „Big Emma“ , wo wir ein reichhaltiges und schmackhaftes Essen einnehmen konnten.

Der Nachmittag fand in der Atlantischen Akademie im Zentrum von Kaiserslautern statt.  Hier wurden wir vom Direktor Dr. David Sirakov begrüßt. Er ist den regelmäßigen Besuchern der Sektion Bad Neuenahr ein guter Bekannter, da er schon eine Vielzahl verschiedenster Veranstaltungen moderiert hat.

Es folgten zwei interessante und aufschlussreiche  Vorträge. Als erster sprach John Constance zu den Aktivitäten bei der Integration der amerikanischen Familien während ihres Aufenthaltes in Rheinland-Pfalz. Immerhin sind ca. 60.000 Militärangehörige in den verschiedensten Standorten des Landes stationiert. Die Aufenthaltsdauer ist dabei sehr unterschiedlich und nicht alle Soldaten haben auch ihre Familien am Standort. Aber 90 % der Amerikaner  wohnen außerhalb der Air Base Ramstein und müssen sich somit in den deutschen Alltag integrieren. Der Referent zeigte dann an einer Vielzahl von Beispielen auf, dass das von Jahr zu Jahr besser gelingt und die Amerikaner dankbar für diese Unterstützung sind. Und umgekehrt führen die Gäste in ihrem Umfeld Veranstaltungen durch, die von den Einheimischen gern besucht werden. Es ist also ein geben und nehmen zum beiderseitigen Vorteil.

Der zweite Vortrag von Dr. Florian Böller befasste sich mit transatlantischer Sicherheitspolitik im US-Wahljahr 2024. Der russische Angriff auf die Ukraine hat einerseits den Zusammenhalt in der NATO gestärkt und zur Aufnahme neuer Mitglieder (Finnland und Schweden) geführt, aber andererseits auch die großen Defizite im Verteidigungsbereich zutage treten lassen. Die Äußerungen Trumps stellen ein massives Vertrauensproblem für die transatlantische Sicherheit und die Bündnisverpflichtung gemäß Artikel 5 dar. Zur Beruhigung machte der Referent aber auch deutlich, dass nicht alle Amerikaner den Kurs Trumps mittragen und eine Aussage zum Wahlausgang derzeit nicht angebracht ist. Sicher ist bloß, dass die möglichen Szenarien den Handlungsdruck für eine Zeitenwende in Europa deutlich verstärkt haben und langwierige diplomatische Plänkeleien dem Ernst der Lage nicht gerecht werden.


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