Sektion Kassel

Sektion Kassel

Samstag, 22.06.2024 - 10:00

HGI-Firecup

Hilfe für Helfer

ABSAGE DER VERANSTALTUNG: Benefizamateurfußballturnier zur Aufklärung über und Mittelgewinnung gegen PTBS: Der Erlös dieser Wohltätigkeitsveranstaltung geht zugunsten der Stiftung Hilfe für Helfer des Deutschen Feuerwehrverbandes zur Unterstützung von Einsatzkräften bei der Bewältigung besonders belastender Einsatzerfahrungen
Ausstellung

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützer und Freunde,

der Sektion Kassel der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) ist das Benefizamateurfußballturnier „Firecup“, das am 22. Juni 2024 in Kassel stattfinden soll, eine Herzensangelegenheit. Mit dieser Idee verfolgen wir das Ziel, eine Veranstaltung zu erschaffen, die PTBS-Betroffenen zugutekommt und ihnen eine sichere und unterstützende Umgebung bietet. Zur Umsetzung und Finanzierung haben wir uns einen Kooperationspartner gesucht.  

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der derzeitige Verlauf der Planungen, wie sie durch unseren Finanzierungspartner, die Hügin Group International GmbH & Co. KG (HGI) unter der Leitung von Herrn Lothar Hügin, vorgenommen wurden, nicht mehr unserem ursprünglichen Konzept entspricht. Die von der HGI eingefügten Programmpunkte beinhalten Vorführungen und Aktivitäten, die laut der Expertise zweier Mitglieder unseres GSP-Planungsteams – einer auf die Arbeit mit PTBS-Betroffenen spezialisierten Psychologin und eines PTBS-Betroffenen – das Potenzial haben, für PTBS-Betroffene als Trigger zu wirken, sie möglicherweise zu retraumatisieren und die eigentliche Intention der Veranstaltung zu gefährden.

Konkret handelt es sich um folgende Programmpunkte, die ohne Ab- und Rücksprache eingefügt wurden und im Rahmen der Veranstaltung vor Ort stattfinden sollen:

  • Präsentation und Vorführung des waffenähnlichen Distanzeinsatzmittels „Acoustic System of De-Escalation and Defence“ (AS2D, ein Produkt der HGI) mit hoher Lärmemission im Rahmen der Darstellung eines bewaffneten Geiselbefreiungs- bzw. Terrorszenarios,
  • Demonstration und Zündung einer drohnengestützten „Löschbombe“ (ein Produktprototyp der HGI), bei der Löschmittel durch die Detonation von Sprengstoff ausgebracht wird,
  • Großer Brandversuch,
  • Feuer-Musikshow,
  • Musikfeuerwerk.

Diese Elemente, wie auf der Website sowie durch die E-Mail-Einladung der HGI veröffentlicht, bergen erhebliche Risiken der Triggerwirkung insbesondere durch laute Geräusche, Explosionen, Feuer, Verpuffungen, extreme visuelle Effekte und Drohnenüberflüge (die v.a. bei ukrainischen Gästen verheerend wirken können). Sie stehen in Widerspruch zu unserem Anliegen, PTBS-betroffenen Einsatzkräften eine sichere und unterstützende Veranstaltung zu bieten, und damit zu dem von uns erdachten wohltätigen Veranstaltungskonzept. Hierdurch sehen wir nicht mehr den ursprünglichen, guten Zweck im Mittelpunkt.

Trotz intensiver Bemühungen, auf den Projektpartner einzuwirken und die Veranstaltung zum ursprünglichen Konzept zurückzuführen, blieben unsere zahlreichen schriftlichen und telefonischen Sachstandsanfragen, Bitten um Informationen sowie Anmerkungen unbeantwortet.

Wir bedauern zutiefst, dass wir aufgrund unserer systematischen Ausgrenzung aus dem Planungsprozess und der Vorenthaltung wesentlicher Informationen durch die HGI den Entschluss fassen mussten, unsere Unterstützung für die Veranstaltung in ihrer derzeitigen Form zurückzuziehen. Wir halten diese Entscheidung für notwendig, um unserer Verantwortung gegenüber den PTBS-Betroffenen und unserem Selbstverständnis als GSP gerecht zu werden; durch die deutliche Abweichung von unserem Konzept des „Firecup“, die Kommerzialisierung der Veranstaltung sowie das Verhalten des Kooperationspartners sehen wir keine Möglichkeit mehr, das von uns ursprünglich intendierte Ziel zu erreichen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und hoffen, im nächsten Jahr eine ähnliche Veranstaltung mit einem Partner durchführen zu können, der das ursprüngliche Konzept, die dahinterstehende gute Sache und den angemessenen Umgang mit Betroffenen respektiert. Wir freuen uns auf Ihre zukünftige Unterstützung und aktive Teilnahme.

Für die GSP-Sektion Kassel

Valentino Lipardi
Sektionsleiter 

 


zur Sektion

GESELLSCHAFT FÜR SICHERHEITSPOLITIK E.V.

Vereinsregister-Nr. 5684
beim Amtsgericht Bonn

KONTAKT

Hauptstadtbüro:              
Reichstagufer 14, 10117 Berlin  
Tel.: +49 (0) 30 20648549
praesident©gsp-sipo.de

Geschäftsstelle Bonn:  
Wenzelgasse 42, 53111 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 - 652556
Fax: +49 (0) 228 - 658093
geschaeftsstelle©gsp-sipo.de

GEMEINNÜTZIGKEIT

Die GSP e.V. ist  als gemeinnützig und spendenfähig anerkannt worden.

 

 

 

©  Gesellschaft für Sicherheitpolitik e.V.